Peter Schneider und Ilonka Höhle bieten sieben verschiedene Sorten auf der Kirmes an
Mandeln mit jeder Menge Pepp

Gronau -

Kokos gefällig? Oder doch lieber Amaretto? Bei Höhles Mandel-Wagen auf der Gronauer Kirmes haben die Kunden die freie Auswahl – und zwar aus sieben Sorten.

Sonntag, 13.10.2019, 22:00 Uhr
Jede Mandelsorte hat eine eigene Tüte. Dazu bieten Peter Schneider und Ilonka Höhle auch eine Tüte mit gemischten Mandeln auf der Gronauer Kirmes an.
Jede Mandelsorte hat eine eigene Tüte. Dazu bieten Peter Schneider und Ilonka Höhle auch eine Tüte mit gemischten Mandeln auf der Gronauer Kirmes an. Foto: Rupert Joemann

Bei den Cappucino-Mandeln tritt der Kaffeegeschmack dezent auf, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu spielen. „Es kommt auf die richtige Menge Aroma an“, sagt Peter Schneider . Wird zu viel Kaffee-Aroma verwendet, werden die Mandeln bitter. „Die Leute wollen Kaffee-Geschmack“, weiß der 68-Jährige aus vielen Gesprächen. Ideal ist es, die Cappucino-Mandeln zunächst langsam zu lutschen. Dann setzt sich das Kaffee-Aroma fein durch.

Das gilt auch für die Chilli-Mandeln. „Chilli ist hinterhältig“, erzählt Peter Schneider schmunzelnd. Die ersten Chilli-Mandeln, die er produziert hat, waren aus Sicht der Kunden nicht scharf genug. Also machte der Münsteraner sie mit mehr Pepp.

„Wir probieren die neuen Sorten zunächst aus, um sie dann zu perfektionieren“, sagt er. Da könne es vorkommen, dass ein Probeblech „auch mal in die Tonne“ komme. In der Regel hat Peter Schneider aber nach zwei, drei Durchgängen das richtige Mischungsverhältnis zwischen Mandel, Zucker und Aromastoff. Zunächst testen Familie und Freunde die neuen Kreationen, bevor sie in die Auslage kommen.

Die Kokos-Mandel hat einen deutlichen Geschmack des Namensgebers. Da passt es ganz gut, dass der Zuckerguss um die Mandel nicht noch mehr Kokos aufnehmen kann.

Bei all den Feinheiten, die Peter Schneider und seine Schwägerin Ilonka Höhle mit ihrem Team anbieten, rund 80 Prozent der verkauften Mandeln sind die traditionellen Sorten Kakao und Zimt.

Wichtig ist den beiden, dass die Mandeln, genauso wie die Nusssorten, auch als solche noch zu erkennen sind. Schneider und Höhle verwenden deshalb eine kleinere Mandelsorte – die spanische Laguetta. „Nur die Kleineren werden nicht so klumpig“, meint der 68-Jährige, der seit 1993 auf dem Wagen steht, den früher sein Schwiegervater und seine mittlerweile verstorbene Frau betrieben haben. Die großen Mandeln seien manchmal zu holzig „und splittern wie Holzsplitter“. Aus diesem Grund geben die beiden lieber etwas mehr im Einkauf aus.

Die Budenbetreiber nehmen aber nicht nur neue Produkte auf, sie haben auch drei aus dem Sortiment genommen. In diesem Jahr die Haselnüsse. „Gefühlt jeder Zweite hat eine Haselnuss-Allergie“, sagt Peter Schneider. Zudem wurden schon Pistazien und Pekannüsse aussortiert. „Die waren im Einkauf einfach zu teuer.“ Bei der großen Auswahl griffen die Kunden lieber zu den anderen Sorten zu.

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