Norbert Hoff ist seit 25 Jahren Diakon
Ein Versöhner im Dienst der Menschen

Gronau -

Am 9. Oktober 1994 ist Norbert Hoff im Dom zu Münster durch Bischof Reinhard Lettmann zum ständigen Diakon geweiht worden. Das Amt hat er danach nebenberuflich zunächst in seiner Heimatgemeinde St. Josef und nach der Fusion der zwei Gronauer Gemeinden zur St.-Antonius-Gemeinde ausgeübt. Am Sonntag feierte Hoff sein Silberjubiläum als Diakon.

Montag, 14.10.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 14.10.2019, 14:36 Uhr
Für das Engagement seit 25 Jahren bedankte sich Pfarrer Michael Vehlken (l.) bei Christa Hoff und Diakon Norbert Hoff.
Für das Engagement seit 25 Jahren bedankte sich Pfarrer Michael Vehlken (l.) bei Christa Hoff und Diakon Norbert Hoff. Foto: Norbert Diekmann

Hauptberuflich war Hoff bis vor wenigen Wochen bei der Stadt Gronau tätig, zuletzt im Jugendamt. Zuvor hatte er einige Jahre bei der Post und dem Zoll gearbeitet.

Seine Entscheidung, sich zum Diakon zu qualifizieren, sei im Gespräch mit dem damaligen Kaplan Janssen gewachsen, berichtete Pfarrer Michael Vehlken in seiner Predigt am Sonntag. Norbert Hoff und seine Frau Christa folgten dem Appell: „Schaut euch das mal an!“

Es war unverzichtbar, so Vehlken, dass neben dem Kandidaten auch seine Ehefrau der Weihe zustimmte. Hoffs Weihejahrgang sei der erste gewesen, bei dem die Ehefrauen bei der Weihe im Dom im Alttarraum anwesend sein durften.

Als Diakon habe Hoff einen umfangreichen Wirkungskreis gehabt. Neben der Mitwirkung bei den Gottesdiensten habe er „geschätzte 1000 Taufen“ gespendet, er habe bei vielen Hochzeiten den Brautleuten den Segen zugesprochen.

Diese Tätigkeit habe nicht nur ihm, sondern auch der Familie vieles abverlangt, wenn er sich zum Beispiel mit seiner Frau bei der Firmvorbereitung engagiert habe. Die Familie, die Kinder hätten oft auf den Vater verzichten müssen, in den 25 Jahren als Diakon, aber auch schon in der Zeit der Vorbereitung auf die Weihe.

Als besonders glücklich sah Vehlken die Kombination des Diakonamtes mit den beruflichen Arbeitsfeldern Hoffs an. Im Sozial- und im Jugendamt sei er immer für die Menschen da gewesen, als Diakon und im Zivilberuf habe er streitschlichtend und versöhnend wirken dürfen.

Mehr als einmal sei es ihm gelungen, Menschen in Ausnahmesituationen wieder auf den richtigen Weg gebracht zu haben. Das wurde von Bürgermeister Rainer Doetkotte bestätigt. Hoff habe in seiner ruhigen Art auf sensiblen Arbeitsfeldern positiv gewirkt. Er habe sich immer für das Wohl der Kinder und Familien eingesetzt.

Hervorgehoben wurde auch das Engagement des Jubilars bei den jährlichen Friedenswanderungen des internationalen Kolpingwerks. Auch sein Einsatz bei der Unterstützung von Pastor Linus, einem nigerianischen Geistlichen, der vor Jahren in St. Josef tätig gewesen war, hob Vehlken hervor.

Peter Lettang, Sprecher des Pfarreirats, hatte ganz genau nachgerechnet: 9135 Tage ist Norbert Hoff Diakon der St.-Antonius-Gemeinde. Und dieser hat, wie er in seiner Dankesrede betonte, keinen einzigen Tag davon bereut.

Pfarrer Vehlken überreichte dem Ehepaar Hoff Stoffproben für eine zusätzliche Stola. Als Pensionär könne er künftig auch Beerdigungstermine übernehmen. Und die passende Farbe dafür fehle ihm noch.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6998704?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Auch im Münsterland werden Unternehmen tagtäglich attackiert
Die Cyberkriminalität nimmt deutlich zu – und sie betrifft auch kleine Mittelständler im Münsterland.
Nachrichten-Ticker