Pfeil-Markierung auf der Fahrbahn sorgt für Irritation
Markierung dient Sicherheit der Radfahrer

Gronau -

Kleine weiße Pfeile auf der Fahrbahn der Gildehauser Straße sorgen derzeit für Irritationen bei Radfahrern. „Was haben die Markierungen zu bedeuten?“, wandte sich ein Leser an die Redaktion. Die hakte bei der Stadt nach und wurde vom Leiter des Fachbereiches Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, André Homölle, aufgeklärt.

Montag, 14.10.2019, 11:00 Uhr
Der Pfeil auf der Fahrbahn hat in jüngster Zeit viele Verkehrsteilnehmer irritiert. Er ist das Zeichen dafür, dass die Radfahrer ab dieser Stelle wieder den Radweg an der Straße zwingend nutzen müssen.
Der Pfeil auf der Fahrbahn hat in jüngster Zeit viele Verkehrsteilnehmer irritiert. Er ist das Zeichen dafür, dass die Radfahrer ab dieser Stelle wieder den Radweg an der Straße zwingend nutzen müssen. Foto: E. Bohn

„Es gab Anfang des Jahres eine Beschwerde beziehungsweise einen Hinweis bezüglich der Radfahrbenutzungspflicht auf der Gildehauser Straße“, so Homölle. Der Beschwerdeführer habe darauf verwiesen, dass nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung eine Benutzungspflicht „. . . nur dort angeordnet werden darf, wo es die Verkehrssicherheit oder der Verkehrsablauf erfordern“.

Homölle: „Aufgrund dieses Hinweises wurde die Situation für den Radfahrer auf der Gildehauser Straße (L 572) durch den Straßenbaulastträger Landesbetrieb Straßenbau NRW zusammen mit der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Gronau überprüft. Einerseits ist die Gildehauser Straße eine der meist befahrenden Straßen im Stadtgebiet, weshalb es vermutlich sicherer ist, auf dem Radweg zu fahren. Andererseits ist der Geh- und Radweg relativ schmal.“

Aus diesem Grund sei entschieden worden, die Benutzungspflicht für Radfahrer auf Teilabschnitten der Straße aufzuheben. Homölle: „Dies bedeutet nicht, dass der Radfahrer gezwungen ist, auf der Fahrbahn zu fahren, sondern es steht ihm frei, ob er auf dem nicht benutzungspflichtigen Radweg oder auf der Fahrbahn mit dem Kfz-Verkehr fährt. Sichere und schnelle Radler nutzen möglicherweise lieber die Fahrbahn, während der Großteil der Radfahrer weiterhin den Radweg als sicherer empfindet und diesen nutzt.“

In Fahrtrichtung Süden ist nach dieser Neuregelung ab der Ochtruper Straße die Benutzungspflicht für den Radweg zunächst aufgehoben worden. Dies wird mit einer Markierung eines kurz angedeuteten Schutzstreifen mit Radpiktogramm auf der Fahrbahn angedeutet. Auf Höhe der Friedrich-Wilderink-Straße ist die Benutzungspflicht des Radwegs angeordnet durch das blaue Verkehrszeichen. Mit der auf dem Foto dargestellten Markierung wird der Radfahrer darauf hingewiesen, dass die Benutzungspflicht beginnt und er wird auf den Radweg geführt.

Homölle weiter: „Der Grund für die Benutzungspflicht in diesem Bereich ergibt sich dadurch, dass an der folgenden Kreuzung Gildehauser Straße/ Bülowstraße der Radverkehr über ein eigenes Ampel-Signal geführt wird. Außerdem liegt im Anschluss eine Mittelinsel, die die Breite der Fahrspur verringert und dadurch Rad- und Kfz-Verkehr nicht mehr nebeneinander fahren können. Deshalb soll der Radfahrer hier (wieder) auf dem Radweg fahren. Im folgenden Verlauf der Straße bis zum Ortsausgang besteht dann wiederum keine Benutzungspflicht.“

Auch in der Gegenfahrtrichtung liegt eine analoge Verkehrsführung vor.

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