Prozessauftakt vor dem Landgericht Essen
K+K-Raub ist nur ein Anklagepunkt

Gronau/Essen -

Vor dem Landgericht in Essen beginnt am Dienstag (15. Oktober) der Prozess gegen sieben Angeklagte, denen die Staatsanwaltschaft vorwirft, in wechselnder Beteiligung – teils als Bande – eine Reihe von Straftaten begangen zu haben. Darunter auch ein Raub bei K+K in Gronau.

Montag, 14.10.2019, 15:28 Uhr aktualisiert: 14.10.2019, 15:46 Uhr
Mit diesem Fahrzeug – einem als Geldtransporter getarnten VW-Bulli fuhren die Täter im Dezember 2017 bei der K-K-Zentrale vor und nahmen 1,8 Millionen Euro mit.
Mit diesem Fahrzeug – einem als Geldtransporter getarnten VW-Bulli fuhren die Täter im Dezember 2017 bei der K-K-Zentrale vor und nahmen 1,8 Millionen Euro mit. Foto: Polizei

So sollen vier der Angeklagten unter anderem den Plan entwickelt haben, sich durch einen Trick in den Besitz der Tageseinnahmen des Gronauer Einzelhandelsunternehmens K+K zu bringen. Dazu sollen sie sich im Jahr 2017 – wenige Tage vor Weihnachten – einen VW-Transporter beschafft haben, den sie mit dem Firmenlogo des für das Unternehmen tätigen Geldtransportunternehmens versahen. Am Tattag seien die Angeklagten S. und J., dann nach als Wachleute verkleidet, nach telefonischer Voranmeldung am Firmensitz des Einzelhandelsunternehmens in Gronau vorgefahren und hätten sich eine Geldkiste mit rund 1,8 Millionen Euro aushändigen lassen. Der Angeklagte Y. soll, so die Anklage weiter, in der Nähe in einem Begleitfahrzeug gewartet haben.

An der Vorbereitung war laut Staatsanwaltschaft als „Insider“ des Geldtransportunternehmens auch der Angeklagte Ak. beteiligt, der laut Staatsanwaltschaft die Abläufe in der Firma kannte. Die Gruppe soll zudem von Insiderkenntnissen des Angeklagten J. profitiert haben, der für ein anderes Geldtransportunternehmen gearbeitet hatte, das zeitweise die Tageseinnahmen in Gronau abgeholt hatte.

Neben dieser Tat wird den sieben Angeklagten unter anderem Geldwäsche, Verstöße gegen das Waffengesetz, Verabredung zu Verbrechen, Raub, Körperverletzung und Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen. Das Landgericht geht von 20 Verhandlungstagen für den Prozess (bis Ende Dezember) aus.

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