Austausch auf Europa-Ebene
Gemeinsamer Auftritt für die Euregio in Brüssel

Gronau/Enschede/Brüssel -

Vertreter von Politik und Verwaltung mehrerer Kommunen aus dem Euregio-Gebiet sind jetzt nach Brüssel gereist, um sich mit anderen europäischen Grenzregionen auszutauschen.

Donnerstag, 17.10.2019, 12:19 Uhr
Die Arbeit des Euregio-Workshops fasste Heinrich Schwarze-Blanke in einem graphic recording zusammen.
Die Arbeit des Euregio-Workshops fasste Heinrich Schwarze-Blanke in einem graphic recording zusammen. Foto: Euregio

Vertreter von Politik und Verwaltung mehrerer Kommunen aus dem Euregio-Gebiet sind jetzt nach Brüssel gereist, um sich mit anderen europäischen Grenzregionen auszutauschen. Erstmals organisierte die Euregio mit ihren Partnern aus dem Grenzgebiet ein eigenes Programm im Rahmen der Europäischen Woche der Regionen und Städte, sozusagen die Tage der offenen Tür der EU , die jeden Herbst in Brüssel stattfindet.

Die Euregio-Botschafter sprachen mit Brüsseler Vertretern unter anderem über das zukünftige Interreg-VI-Programm, das 2022 starten soll und mit dessen Hilfe viele europäische Projekte finanziert werden können. „Für unsere Region ist es sehr wichtig, dass das neue Programm so gestaltet wird, dass wir unsere gemeinsam getragene Grenzagenda in den kommenden Jahren optimal verwirklichen können“, so Euregio-Geschäftsführer Christoph Almering.

Aktuell wird ein großer Teil der Fördergelder in Projekte investiert, bei denen Innovation zentral steht. Diese Projekte sind wichtig für das Euregio-Gebiet. Gleichzeitig will der deutsch-niederländische Kommunalverband aber auch darauf aufmerksam machen, dass die soziale und territoriale Kohäsion des Grenzgebietes Unterstützung benötigt.

Besonders deutlich wurde dieser Aspekt bei einem deutsch-niederländischen Workshop in Brüssel, bei dem funktionelle Netzwerke wie die im Kreis Borken und dem Achterhoek angesiedelte Grenzhopper-Initiative, der deutsch-niederländische Arbeitsmarkt und die euregionale Ausbildung behandelt wurden.

„Als Grenzregion nutzen wir die Möglichkeiten, die wir hier haben. Aber das können wir nicht alleine. Wir brauchen die Unterstützung von und die Zusammenarbeit mit Brüssel bei unserer Lobbyarbeit in Richtung der Hauptstädte Den Haag, Berlin, Hannover und Düsseldorf. Um die Notwendigkeit der grenzübergreifenden Zusammenarbeit im Bereich Bildung deutlich zu machen“, erläutern Cigdem Zantingh und Richard Delger vom Rijnland Instituut, einem Wissensinstitut für deutsch-niederländische Beziehungen.

„Das Programm war inhaltlich sehr interessant. Besonders den Austausch mit den niederländischen Teilnehmern und Vertretern anderer europäischer Grenzregionen halte ich für wichtig“, zog auch Mirjam Voigt von der Bezirksregierung Münster ein positives Fazit

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7004775?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Stadt möchte computergesteuertes System für kleine Rufbusse testen
Das Projekt Ioki läuft in Hamburg. Kleinbusse bringen Fahrgäste zum gewünschten Ziel, meist eine Bahn-Station.
Nachrichten-Ticker