VHS besuchte Dokumentationszentrum DOMID
Auf den Spuren der Migration

Gronau/Köln -

Die Euregio-Volkshochschule unternahm am Dienstag mit einer Gruppe Gronauer eine Tagesfahrt zum Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e. V. (DOMID) in Köln.

Donnerstag, 17.10.2019, 09:22 Uhr aktualisiert: 17.10.2019, 09:40 Uhr
Die Teilnehmer der VHS-Fahrt nach Köln, wo sie auf den Spuren der Migration unterwegs waren.
Die Teilnehmer der VHS-Fahrt nach Köln, wo sie auf den Spuren der Migration unterwegs waren. Foto: privat

1990 unter dem Namen DOMIT – Dokumentationszentrum und Museum über die Migration aus der Türkei e.V. – gegründet, widmet sich das heutige DOMID der Sammlung und Bewahrung von Materialien zur Migrationsgeschichte aller Einwanderungsgruppen.

Das aufgebaute Archiv umfasst eine bundesweit einzigartige Sammlung an sozial-, alltags- und kulturgeschichtlichen Zeugnissen zur Geschichte der Zuwanderung. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Migrationsgeschichte zu erforschen und deren Zeugnisse auszustellen, um so die Geschichte der Einwanderung in Deutschland einem breiten Publikum zu präsentieren. Dazu verfügt das DOMID über ein breit aufgestelltes interdisziplinäres und interkulturelles Team aus Museologen/-innen, Archivaren und Übersetzern.

Die VHS-Gruppe nahm am Dienstag an zwei Führungen teil. Der erste Teil am Vormittag fand in der DOMIDGeschäftsstelle statt. Nach einem Vortrag zur Migrationsgeschichte in Deutschland ab 1945 und einem kurzen Filmbeitrag über die Arbeit des DOMID schloss sich eine Besichtigung der Depots und des Archivs an. Die Ausstellung zeigt in 20 Vitrinen, drei Depots, im Magazin und in der Bibliothek rund 150 000 Objekte, Fotos und Dokumente.

Nach einer Mittagspause startete die Gruppe dann unter dem Titel „Kölsche Erinnerungsorte?“ zu einem migrationsgeschichtlichen Stadtrundgang. Nicht nur am Deutzer Bahnhof, einem Ort des Ankommens, aber auch des Aufbruchs, ist die Stadtgeschichte Kölns auf vielfältige Art und Weise mit Zuwanderung verbunden, heißt es in einem Bericht über die VHS-Fahrt.

Auf einem etwa zweistündigen Stadtrundgang durch die Kölner Innenstadt erkundete die Gruppe unter fachkundiger Leitung diesen migrationsgeschichtlichen Aspekt. Was haben der Kölner Dom oder der Jan-von-Werth-Brunnen auf dem Alten Markt mit Einwanderung zu tun? Die Tour führte zu unterschiedlichen Kölschen Erinnerungsorten und erklärte, wie Migration diese Stellen geprägt hat. Der besondere Blickwinkel unterstrich die Bedeutung und die Möglichkeiten der Erinnerungskultur in einer Migrationsgesellschaft.

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Ein riesiges Transparent hatten Unbekannte passend zum Wochenmarkt am Dom-Gerüst befestigt.
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