Parkinson-Forum Kreis Steinfurt erkundete Neurologische Klinik
„Zitterpartie“ am Sorpesee

Gronau/Kreis Steinfurt -

„Wie nennt man eine Umarmung von zwei Menschen mit Parkinson-Erkrankung?“, fragt Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin Andrea Horn die rund 150 Teilnehmer am Glücksworkshop in der Neurologischen Klinik Sorpesee. „Wackelkontakt“, lautet ihre Antwort. „Oder Zitterpartie“, so eine weitere Lösung aus dem Publikum.

Samstag, 19.10.2019, 06:00 Uhr
Prof. Dr. Depboylu stellte Parkinsonkranken und Angehörigen die Sorpeseeklinik vor. Luise und Willi Jürgens verfolgten die Vorträge in der ersten Reihe (5.u.6.v.l.).
Prof. Dr. Depboylu stellte Parkinsonkranken und Angehörigen die Sorpeseeklinik vor. Luise und Willi Jürgens verfolgten die Vorträge in der ersten Reihe (5.u.6.v.l.). Foto: Rainer Schwarz

59 Mitglieder des Parkinson-Forums Kreis Steinfurt, zu dem auch Mitglieder aus Gronau und Umgebung gehören, hatten sich unter der Leitung von Reiner Krauße auf den Weg nach Sundern im Sauerland gemacht, um mehr über moderne Behandlungsmethoden der Spezialklinik zu erfahren.

Die gute Stimmung unter den Gästen kommt nicht von ungefähr. „Lachen ist wichtig“, betont Andrea Horn . Dann zeigt sie den Anwesenden in einem Mix aus wissenschaftlichen Fakten sowie interaktiven Aufgaben und Übungen, wie sie den Verlauf ihrer Krankheit durch eine positive Einstellung beeinflussen können. „Mit dem, was wir tun, steuern wir, wie es uns geht.“ Wesentlich sei das Glück des Moments. Nicht jeder Tag sei gut, aber jeder Tag habe glückliche Momente. „Setzen Sie sich Ziele. Planen Sie konkrete Schritte. Jeder noch so kleine Schritt bringt uns weiter.“

Ja, er setze unter anderem auf Humor im Umgang mit Parkinson, bestätigt Willi Jürgens, Mitglied im Parkinson-Forum. Er erntet mit Witzen Heiterkeitserfolge und bleibt mit dem Gedicht „Glücklicher Ort“ im Thema.

„Wir sind keine Reha-Klinik, sondern ein neurologisches Akutkrankenhaus, das zur Unternehmensgruppe Uhlenbrock gehört. Die Einweisung erfolgt durch den Hausarzt“, betont Chefarzt Prof. Dr. Candan Depboylu, ärztlicher Direktor der Klinik. Der Neurologe und Spezialist für Parkinson-Syndrome stellt die Struktur der Klinik vor und geht auf neurologische Krankheitsbilder, die Diagnostik von Parkinson, typische Symptome und aktuelle Therapieansätze sowie auf die „Multimodale Komplexbehandlung“ des Hauses ein.

„Unser Team bildet sich ständig auf dem Gebiet Parkinson weiter“, leitet Depboylu nach seinem Vortrag zu den Therapeuten über. Die erläutern die wesentlichsten Elemente ihrer Arbeitsgebiete Physio-, Ergo-, Logo- und Psycho-, Sport- und Musiktherapie sowie deren Anwendungsformen.

„Die engagierte Präsentation des Klinikteams war sehr beeindruckend und die Rundfahrt auf dem Sorpesee ein schöner Abschluss“, ist sich Krauße mit Willi Jürgens, dessen Frau und den anderen Teilnehmern der Exkursion auf der Heimfahrt einig, als sie ein Fazit des Tages ziehen.

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