„Slag om Grolle“: Schlacht aus dem Achtzigjährigen krieg nachgestellt
Niederländer vertreiben die Spanier

Groenlo -

Vor knapp 400 Jahren dauerte es knapp einen Monat, bis die Niederländer die Spanier aus Groen­lo vertrieben hatten. Am Wochenende schafften es die Truppen der aufständischen Niederländer wieder einmal, die spanischen Besatzer binnen drei Tagen aus dem Grenzstädtchen zu vertreiben. In diesen drei Tagen stellten rund 1500 sogenannte Reenactors zum bereits siebten Mal die „Slag om Grolle“ nach.

Sonntag, 20.10.2019, 17:22 Uhr
Mit viel Pulverdampf gingen die Kontrahenten gegeneinander vor.     
Mit viel Pulverdampf gingen die Kontrahenten gegeneinander vor.      Foto: Josef Barnekamp

In Kostümen, die der Kleidung der Zeit genau nachempfunden sind und mit Waffen, die exakt nach dem Vorbild des 17. Jahrhunderts gefertigt sind, stellten die Darsteller aus vielen europäischen Ländern, aus den USA und sogar Australien die Schlacht um Groenlo nach. Mit dieser Belagerung vertrieben im Sommer 1627 die nach Freiheit strebenden Niederländer die seit Jahren in der Festung sitzenden Spanier, gegen die sie im Achtzigjährigen Krieg kämpften.

Was im 17. Jahrhundert ein blutiges Gemetzel bedeutete, erwies sich am Wochenende trotz Regens ein sehenswertes Spektakel, dessen Höhepunkt die Gefechte auf dem eigens dafür angelegten Schlachtfeld vor den Toren der Stadt waren. Dort donnerten die Kanonen, stürmten Reiter in die Reihen der Fußsoldaten, gingen Pikeniere mit meterlangen Spießen aufeinander los und schlugen Landsknechte aufeinander ein. Dazu hatten die Einwohner Groenlos mit viel Liebe zum Detail zahlreiche Stände, Ausstellungen und Szenen zur Geschichte und zum Alltagsleben um 1627 aufgebaut.

Die nächste „Slag om Grolle“ soll in zwei Jahren stattfinden.

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