Herbstausstellung im Gildehauser Pankok-Museum eröffnet
Max Ernst, Salvador Dalí und andere Künstler

Gildehaus -

Schon fast drangvolle Enge herrschte im Gildehauser Otto-Pankok-Museum, als Ulrich Oettel, Vorsitzender des Trägervereins, die aktuelle Sonderausstellung eröffnete. Leihgaben von Grafschafter Kunstfreunden ermöglichte, eine beeindruckende Kollektion von „surrealen Bilderwelten“ zu präsentieren.

Dienstag, 22.10.2019, 09:27 Uhr aktualisiert: 25.10.2019, 15:28 Uhr
Nach der Präsentation der Herbstausstellung: Ulrich Oettel (sitzend) im Gespräch mit einem Ausstellungsbesucher.
Nach der Präsentation der Herbstausstellung: Ulrich Oettel (sitzend) im Gespräch mit einem Ausstellungsbesucher. Foto: Norbert Diekmann

Die Entstehung der Fotografie löste ein Suchen danach aus, was die Malerei über die realistische Abbildung hinaus zum Ausdruck bringen könnte. Impressionismus und Expressionismus waren die ersten Antworten. Expressionistisch beschäftigte sich auch Otto Pankok mit seiner Umwelt. Unter seinen Bekannten war Max Ernst , der Mitbegründer des Dadaismus, der sich zu einem führenden Vertreter des Surrealismus weiterentwickelte. Zahlreiche Werke von Max Ernst sind in der Gildehauser Ausstellung zu sehen.

Während Pankok in seiner Heimat blieb und nach einer kurzen Zeit des Experimentierens zu seinem expressionistischen Stil zurückfand, ging Max Ernst nach Paris, wo er auf Paul Eduard und dessen Ehefrau Gala traf. Zu ihnen stieß nach einiger Zeit Salvador Dalí. Die Bilder, die sie schufen, zeigen die „Wirklichkeit größer als das was wir denken“, wie Oettel es bei seiner Einführung in die Ausstellung ausdrückte. Ihre Bilder sollen „eine Saite im Betrachter zum Klingen bringen.“ Damit konnten sie sogar den Begründer der Psychoanalyse, Siegmund Freud, überzeugen, der erkannte, dass surreale Kunstwerke geeignet seien, verdrängte Erinnerungen hervorzuholen und Träume zu bearbeiten.

Dass die „Jungs schockten“, machten auch die Reaktion der Öffentlichkeit auf den Film „Der andalusische Hund“ deutlich, den Luis Buñuel gemeinsam mit Dalí produzierte. Zwei Szenenfotos aus dem Film bieten eine instruktive Ergänzung zu den surrealen Kunstwerken, die in der Ausstellung zu sehen sind. Sie laden zu intensiven Erkundungen ein, besonders die Zeichnungen von Dalí zu Gedichten von Apollinaire laden zu visuellen Entdeckungsreisen ein.

Neben den Werken der wohl bekanntesten Surrealisten Ernst und Dalí gibt es, wie es eigentlich immer bei den Ausstellungen im Pankok-Museum ist, unbekanntere Künstler und ihre Werke zu entdecken. Erich Müller-Kraus, dessen früheren Werke 1943 zu einem Großteil als „entartete Kunst“ vernichtet worden waren, ist ebenso vertreten, wie die junge Niederländerin Lotte Teussink, die mit ihren aktuellen Werken „mit Augenzwinkern“, so die Einladung zur Ausstellung, den „surrealistischen Blick auf die Welt“ bereichert.

Zum Thema

Otto-Pankok-Museum Gildehaus im Alten Rathaus, Neuer Weg 17, Öffnungszeiten: samstags und sonntags 14 bis 17 Uhr; mittwochs 15 bis 17 Uhr. Eintritt: fünf, ermäßigt: 2,50 Euro.

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