Erfolgreiche Ferienwoche
Fit in Deutsch

Gronau -

Ihre Familien kamen aus Brasilien, Albanien, Russland, der Türkei und aus Syrien, Polen, Afghanistan sowie Rumänien. In der ersten Woche der Herbstferien verband Kinder unterschiedlichster Herkunftsländer ein gemeinsames Ziel: die deutsche Sprache kennenzulernen und sie im ersten Ansatz auch im Alltag anzuwenden.

Donnerstag, 24.10.2019, 07:00 Uhr
Die Mädchen und Jungen des Projekts „Fit in Deutsch“ freuen sich mit ihren Sprachlernbegleitern und den Organisatoren über eine gelungene und lehrreiche Ferienwoche.
Die Mädchen und Jungen des Projekts „Fit in Deutsch“ freuen sich mit ihren Sprachlernbegleitern und den Organisatoren über eine gelungene und lehrreiche Ferienwoche. Foto: Stadt Gronau

Die 50 Kinder und Jugendlichen, die in der Schulzeit der Primarstufe und der Sekundarstufe angehören, gingen mit ihren Sprachlernbegleitern auch mal heraus aus ihren Klassenräumen, lernten in einer Eisdiele ihre Bestellung in Deutsch aufzugeben und besuchten gemeinsam den Wochenmarkt, um für einen selbst gemachten Obstsalat einzukaufen – praktische Sprachübungen inklusive. Aus allen Schulen Gronaus und Epes hatten sich neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler zu dieser besonderen Kurswoche angemeldet, so die Stadt in einer Mitteilung.

Organisiert hatte dieses außerschulische Angebot die Euregio-Volkshochschule in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum im Kreis Borken und dem Integrationsbeauftragten der Stadt Gronau. Für das Programm „Ferien-Intensiv-Training – Fit in Deutsch“ stellt das Land Nordrhein-Westfalen Fördermittel zur Verfügung. Diese ermöglichen den freiwilligen Ferienschülern eine kostenlose Teilnahme und Verpflegung. Die Gronauer Projektwoche war im Kreisgebiet Borken das einzige Angebot aus diesem Programm.

Das allgemeine Ziel dabei war nüchtern formuliert: „Individueller Lernzuwachs in der deutschen Sprache und Steigerung der Alltagskompetenzen.“ Dahinter aber steckte, Lernen als wirkliches Erlebnis zu erfahren, etwa beim gemeinsamen Frühstück und Mittagessen – und dort die neuen deutschen Wörter nicht nur zu hören, sondern sie mit ihrer Bedeutung zu verstehen und nicht wieder zu vergessen.

Am Ende der zusätzlichen, freiwilligen Lernzeit gab es durchweg positive Rückmeldungen. Mit einigem Stolz auf sich selbst und das frisch Gelernte blickten am vergangenen Freitag die Teilnehmer auf spannende und ereignisreiche Tage zurück. Und so schrieben sie am Ende in ihr Lerntagebuch den Wunsch: „Wir hätten gerne noch eine Woche weitergemacht.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7018343?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
„Es wird neue Formen von Unfällen geben“
Verkehrsexperten fordern, statt auf Fahrassistenten zu warten, nahe liegende Maßnahmen zu ergreifen – wie ein Tempolimit auf der Autobahn.
Nachrichten-Ticker