Atomkraftgegner protestieren
„Uranmüllexport nach Russland stoppen!“

Gronau -

Russische und deutsche Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände lehnen die Fortführung der jetzt bekannt gewordenen Uranmüllexporte von der Urananreicherungsanlage Gronau zur russischen Atomanlage Novouralsk am Ural ab. Sie kündigten am Freitag gemeinsam neue Proteste an. Für Montag erwarten sie einen neuen Zug mit 600 Tonnen abgereichertem Uranhexafluorid.

Freitag, 25.10.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 25.10.2019, 18:04 Uhr
Atomkraftgegner rechnen damit, dass am Montag ein Transport mit abgereichertem Uranhexafluorid von Gronau aus in Richtung Russland startet.
Atomkraftgegner rechnen damit, dass am Montag ein Transport mit abgereichertem Uranhexafluorid von Gronau aus in Richtung Russland startet. Foto: Atomkraftgegener

Vladimir Slivyak , Ko-Vorsitzender der russischen Umweltorganisation Ecodefense, erklärte: „Der Transport von radioaktivem Müll nach Russland ist unmoralisch und zynisch. Urenco spart sich Milliarden Euro durch den Export des Atommülls, während Rosatom Geld verdient, indem sie Russland in eine internationale Atommüllkippe verwandeln. Der Export von Uranmüll muss ein für allemal gestoppt werden.“

Rashid Alimov, Energieexperte von Greenpeace Russland, ergänzte: „Während wir noch darum kämpfen, dass Urenco für die 27 300 Tonnen abgereichertes Uran Verantwortung übernimmt, die von 1995 bis 2009 von Gronau nach Russland geschafft wurden, haben bereits wieder neue Exporte von Deutschland begonnen. Wir verlangen einen sofortigen Stop, die Veröffentlichung aller relevanter Verträge sowie die Bestrafung all derjenigen, die für das Zustandekommen dieser illegalen Verträge verantwortlich sind.“

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Unter dem Motto „Atom und Kohle die rote Karte zeigen“ findet heute (26. Oktober) eine Demonstration statt. Sie beginnt um 12 Uhr am Bahnhof in Lingen. Die GAL organisiert Fahrgemeinschaften, Kontakt '  02562 23125.   | atomstadt-lingen.de/demo

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