Erstes Heft der Schriftenreihe „Zeitwort“ erschienen
Wegweiser zu Stolpersteinen

Gronau/Epe -

Mit einem Wegweiser zu den Stolpersteinen in Gronau und Epe stellt der Förderkreis Alte Synagoge Epe das erste Heft der Schriftenreihe „Zeitwort“ vor, die sich mit der Synagoge in Epe, aber auch mit weiteren Aspekten der örtlichen und regionalen jüdischen Geschichte befassen möchte.

Montag, 28.10.2019, 20:21 Uhr aktualisiert: 28.10.2019, 20:30 Uhr
Bürgermeister Rainer Doetkotte (2.v.l.). erhielt am Montag die neue Broschüre aus den Händen von (v.l.) Norbert Diekmann, Franz-Josef Terlinde, Gerhard Lippert und Rudolf Nacke.
Bürgermeister Rainer Doetkotte (2.v.l.). erhielt am Montag die neue Broschüre aus den Händen von (v.l.) Norbert Diekmann, Franz-Josef Terlinde, Gerhard Lippert und Rudolf Nacke. Foto: Klaus Wiedau

Mit einem Wegweiser zu den Stolpersteinen in Gronau und Epe stellt der Förderkreis Alte Synagoge Epe das erste Heft der Schriftenreihe „Zeitwort“ vor, die sich mit der Synagoge in Epe, aber auch mit weiteren Aspekten der örtlichen und regionalen jüdischen Geschichte befassen möchte. Norbert Diekmann , Gerhard Lippert und Rudolf Nacke bilden die Redaktion der Reihe, die in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Gronau erstellt wird. Franz-Josef Terlinde war für das Layout zuständig. Am Montag überreichten die vier die Stolperstein-Broschüre an Bürgermeister Rainer Doetkotte, der das Grußwort geschrieben hatte.

42 Stolpersteine vor elf ehemaligen Wohnhäusern jüdischer Mitbürger erinnern in Gronau und Epe an die Verschleppung, Deportation und Ermordung jüdischer Frauen, Männer und Kinder während der NS-Zeit. Außerdem verlegte der Initiator der Aktion, der Kölner Künstler Gunter Demnig, in Gronau sechs Stolpersteine für politisch Verfolgte.

Die Broschüre – eine überarbeitete Neuausgabe eines vom Stadtarchiv herausgegegebenen Wegweisers von 2009 – gibt einen Überblick über die Stolperstein-Aktion in Gronau, Epe und den niederländischen Nachbargemeinden. Die Lage der Stolpersteine wird in Karten aufgezeigt. Kurz wird über die Synagogen in Gronau und Epe und den jüdischen Friedhof berichtet.

Die Autoren geben den Opfern der Verfolgung ein Gesicht: Jüdischen Familien, die teils seit Generationen in Gronau und Epe lebten und integriert waren, bevor sie verfolgt, bedrängt, verhaftet, deportiert und in den Tod geschickt wurden. Auch die Flucht in die Niederlande bedeutete für sie meist nur einen Aufschub: Nach der Besatzung wurden sie über das Lager Westerbork in die Vernichtungslager geschickt.

► Im Rahmen der „Woche der Erinnerung“ werden am morgigen Mittwoch Schülerinnen und Schüler der Realschule Gronau und der Euregio-Gesamtschule Epe die Stolpersteine säubern.

► Die Broschüre ist in einer Auflage von 750 Exemplaren erschienen. Jeweils ein Klassensatz soll an die weiterführenden Schulen übergeben werden. Interessenten können sie beim Förderkreis Alte Synagoge und während der Veranstaltungen in der Woche der Erinnerung erhalten.

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