Parkinson-Forum Kreis Steinfurt besuchte St.-Antonius-Hospital
Mit Da Vinci europaweit Spitze

Gronau -

„Sie müssen nicht zu uns kommen. Aber einen Rat darf ich Ihnen geben: Gehen Sie auf jeden Fall zu einem Zentrum. Denn da ist die Zahl der OPs hoch und die Erfahrung entsprechend umfangreich“, riet Esther Grävemäter, Marketing- und Businessmanagerin im St.-Antonius-Hospital, den Mitgliedern des Parkinson-Forum Kreis Steinfurt, zu dem auch Mitglieder aus Gronau und Umgebung gehören.

Mittwoch, 30.10.2019, 07:31 Uhr aktualisiert: 30.10.2019, 07:40 Uhr
Mitglieder des Parkinson-Forums waren jetzt zu Gast im St.-Antonius-Hospital in Gronau.
Mitglieder des Parkinson-Forums waren jetzt zu Gast im St.-Antonius-Hospital in Gronau. Foto: Rainer Schwarz

Gerade beendete sie mit einer von drei Gruppen im zweiten Stock die Führung durch das Haus. „Insgesamt 66 Personen, das sind mehr Teilnehmer als wir sonst gewöhnt sind“, staunt sie zuvor über das starke Interesse.

Engagiert präsentierte Grävemäter zu Beginn des Besuchs die Entwicklung des Hospitals seit der Gründung 1901. Vom einfachen Krankenhaus zu einer über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannten, hochmodernen Einrichtung, die neben einer Klinik der Regelversorgung unter anderem sieben Zentren beinhaltet und zudem als Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster dient. Sie berichtet über das Da-Vinci-System, über vier die Roboter gleichen Namens im klinischen Einsatz (plus einem zu Ausbildungszwecken).

„Anderswo ist das Zukunftsmusik: In Gronau haben wir bereits über 10 000 roboterassistierte Operationen durchgeführt“, warb die Klinik für das Prostata-Zentrum Nordwest, heißt es im Bericht des Parkinson-Forums. Damit ist Gronau europaweit spitze. „Jeder Patient wird individuell untersucht und behandelt.“

Dr. Mustapha Addali , Leitender Arzt für Rekonstruktive Urologie und Urogynäkologie sowie Klinischer Leiter des Studienzentrums, war bereits zweimal als Referent zu Gast beim Parkinson-Forum in Steinfurt und unterstützt dieses als Fördermitglied. Was er als Urologe mit Parkinson zu tun habe, wollten Teilnehmer der Exkursion ins Krankenhaus wissen, als Dr. Addali über die Beratung, die Diagnose-Verfahren und Therapie-Angebote des Kontinenz- und Beckenboden-Zentrums referierte. „Auch Parkinson-Erkrankte zählen zu meinen Patienten. Auf diese wollen wir ebenso individuell eingehen“, machte der Arzt deutlich.

Die Behandlung der komplexen und filigranen Beckenbodenregion erfordere einen sensiblen Umgang und höchste Professionalität, betonte der Spezialist. „Diesem Grundsatz verpflichtet, steht unser interdisziplinäres Expertenteam mit Kompetenz, Erfahrung und menschlicher Nähe für die Gesundheit unserer Patienten ein.“

„Wir wurden heute sehr gut informiert“, lautete das Fazit von Reiner Krauße, der sich zum Abschluss herzlich bei Grävemäter und Dr. Addali bedankte. Ebenfalls galt ein herzliches Dankeschön den beiden Sanitätern Benthe Engels und Alexander Arning vom DRK Borghorst, welche die Teilnehmer ehrenamtlich begleiteten und dafür ihre Freizeit investierten.  

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7031318?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Nachrichten-Ticker