Erneuerter Busbahnhof am Missionsgymnasium Bardel eröffnet
„Sicherer Hafen für den Schulweg“

Bardel -

Die Einweihung des erneuerten Busbahnhofs am Missionsgymnasium Bardel nahm Schulleiter Christoph Grunewald am Mittwochnachmittag zum Anlass, die Bedeutung der Haltestellen als „Lernort“ herauszuheben: Zugige und wenig einladende Haltestellen seien häufig ungemütlich. Anders dagegen der neue Busbahnhof vor der Schule: Die Schülerinnen und Schüler, die hier morgens ankommen und nach der Unterrichtszeit nach Hause fahren, üben sich hier in Geduld und Rücksichtnahme, die jüngeren Schüler darüber hinaus, sich für den jeweils richtigen Bus zu entscheiden. Der Bahnhof biete eine klare Ordnung mit den Abgrenzungen von Fahrbahnen und Warte- bzw. Ein- und Ausstiegsbereichen. Der „Lernort Busbahnhof“ vermittele auch, dass der öffentliche Nahverkehr ein attraktives Angebot sein könne.

Donnerstag, 31.10.2019, 06:21 Uhr aktualisiert: 31.10.2019, 09:38 Uhr
Christoph Grunewald, Schulleiter, Reinhold Hilbers, Finanzminister in Niedersachsen, und Georg Schomaker als Vertreter des Schulträgers (von rechts) eröffnen den neuen Busbahnhof am Missionsgymnasium Bardel.
Christoph Grunewald, Schulleiter, Reinhold Hilbers, Finanzminister in Niedersachsen, und Georg Schomaker als Vertreter des Schulträgers (von rechts) eröffnen den neuen Busbahnhof am Missionsgymnasium Bardel. Foto: Norbert Diekmann

Bevor Grunewald mit seiner Begrüßungsrede den Festakt in der Aula des Missionsgymnasiums eröffnete, durchtrennte er gemeinsam mit dem niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers und Georg Schomaker, dem Vertreter der Schulstiftung im Bistum Osnabrück, das rote Band, um den Busbahnhof auch offiziell für die Nutzung freizugeben.

Grunewald hob hervor, wie hervorragend die Zusammenarbeit aller Beteiligten gewesen sei. Er dankte dem Land Niedersachsen und dem Kreis für die finanzielle Unterstützung, der Stadt Bad Bentheim, der Schulstiftung, dem ausführenden Unternehmen und nicht zuletzt den Schülerinnen und Schülern, die in der Bauphase vorsichtig und umsichtig mit dem Provisorium umgegangen seien.

Georg Schomaker von der Schulstiftung des Bistums hob hervor, dass Mobilität für das Bardeler Gymnasium besonders wichtig sei: Einerseits geistige Mobilität auf der Basis eines stabilen Wertefundaments als kirchliche Schule, andererseits auch die räumliche Mobilität, damit man lerne, „aufeinander zuzugehen“.

Minister Reinhold Hilbers nahm den Gedanken der geistigen Mobilität auf. Ein gesundes Fundament und solide Erdung seien wesentliche Voraussetzungen dafür, offen für Veränderungen zu sein, und auf andere Kulturen zuzugehen. So fantastisch die natürliche Lage des Missionsgymnasiums sei, so sehr sei die Anbindung eine Herausforderung. Die Anforderungen an die Mobilität seien heute ganz anders als vor 30 Jahren. Die Vernetzung durch den Öffentlichen Personennahverkehr sei wichtig für die Zukunft des ländlichen Raums.

Sicherheit und ordentliches Erscheinungsbild seien Werbung für den ÖPNV, bei dem Barrierefreiheit selbstverständlich sei. Deshalb habe das Land mit einem Zuschuss von 595 000 Euro etwa zwei Drittel der Maßnahme finanziert. Der Busbahnhof sei nur vordergründig „eine Investition in Stein und Beton“, tatsächlich aber eine in die Köpfe der jungen Generation.

Dr. Volker Pannen, der Bürgermeister der Stadt Bad Bentheim, freute sich, dass es jetzt einen „sicheren Hafen“ für den tagtäglichen Weg von und zur Schule gebe. Er blickte in die Vergangenheit, indem er den Verkauf der Bahntrasse der Bentheimer Eisenbahn vor Jahrzehnten als politischen Fehler bewertete. Dadurch sei eine Revitalisierung dieser Bahnverbindung unmöglich gemacht worden. Dann blickte er in die Zukunft und präsentierte neue Pläne: Die Umgestaltung der Klosterstraße in eine „Fahrradstraße“, die Installation einer Bedarfsampel an der Landstraße, damit nicht nur Schüler, sondern auch Wochenendradler die Hauptstraße sicher überqueren können.

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