„Milow“ auf der Suche nach Projektilen
Mordkommission und Sprengstoffspürhund im Einsatz

Gronau -

Auf die Tat folgen die Ermittlungen: Nach den Schüssen auf einen 43-jährigen Mann nimmt am Mittwochmorgen eine Mordkommission an der Losserstraße ihre Arbeit auf. Kriminaltechniker sichern Spuren am und um den Tatort. Und Sprengstoffspürhund „Milow“ und sein Diensthundeführer suchen nach abgefeuerten Projektilen.

Mittwoch, 06.11.2019, 14:10 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 15:22 Uhr
Sprengstoffspürhund „Milow“ und sein Diensthundeführer bei der Arbeit am Tatort.
Sprengstoffspürhund „Milow“ und sein Diensthundeführer bei der Arbeit am Tatort. Foto: Klaus Wiedau

„Milow“ muss am späten Mittwochvormittag einen undankbaren Job machen: Der fünf Jahre alte belgische Schäferhund und sein Diensthundeführer von der Polizei Kleve durchkämmen das Dickicht eines Vorgartens an der Losserstraße. Der Auftrag: Die Projektile zu finden, die am frühen Morgen aus einem fahrenden Wagen auf einen 43-jährigen Mann abgefeuert worden sind.

Wenn es denn welche zu finden gibt. Denn: Am Tatort macht am Mittwochmorgen unter den Polizisten auch die Version die Runde, dass die Kugel möglicherweise noch im Bein des Opfers steckt.

Kriminaltechniker bei der Spurensuche.

Kriminaltechniker bei der Spurensuche. Foto: Klaus Wiedau

Nach rund 20 Minuten tauchen „Milow“ und Hundeführer wieder aus dem Vorgarten auf, in dem die Projektile eingeschlagen sein könnten. Gefunden hat der ausgebildete Sprengstoffspürhund in diesem Fall nichts. An einer Hausecke habe er sich sehr interessiert gezeigt, aber Projektile habe er nicht gefunden, sagt sein Hundeführer.

Das Duo „Milow“/Mensch ist für die Suche am Tatort eigens vom Niederrhein angerückt. 25 Minuten kann der Hund bei den aktuellen Temperaturen aufmerksam suchen, dann braucht er eine Pause. „Aber bei Hitze ist schon nach zwölf Minuten Schluss“, sagt sein Hundeführer. Drei Monate lang wurde „Milow“ auf seine Arbeit bei der Polizei vorbereitet, kann mit seiner feinen Nase verschiedene Sprengstoffarten im wahrsten Sinne des Worten riechen.

Mit kleinen gelben Kegeln werden Spuren der Tat gesichert.

Mit kleinen gelben Kegeln werden Spuren der Tat gesichert. Foto: Klaus Wiedau

Bevor das Gespann den Tatort absuchen darf, machen am Mittwochvormittag dort Kriminaltechniker der Polizei Münster ihre kleinteilige Arbeit. Über der Stelle, an der das Opfer nach den Schüssen zusammenbrach, steht jetzt ein kleines Zelt. Ringsum – auf dem Grünstreifen, dem Radweg, dem Gehweg und der Fahrbahn – markieren gelbe Kegel Fundorte von Spuren, darunter auch Patronenhülsen. Alle Funde werden fotografisch dokumentiert und dann in kleinen Behältern gesichert.

Nachdem „Milow“ mit der Suche fertig ist, nehmen sich die Kriminaltechniker das Umfeld des Tatortes mit Detektoren vor. Erst kurz nach Mittag ist die Tatortarbeit, beendet, die Polizei hebt die Absperrung der Straße wieder auf. Die Arbeit der Mordkommission ist damit noch lange nicht zu Ende. Sie steht erst am Anfang.

Mann auf Losserstraße angeschossen

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  • Polizeieinsatz am Freitagmorgen auf der Losserstraße in Gronau

    Foto: Klaus Wiedau
  • Ein Mann wurde durch einen oder mehrere Schüsse verletzt.

    Foto: Klaus Wiedau
  • Rettungskräfte kümmern sich um den Mann, dessen linkes Bein blutet.

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  • Bauarbeiter haben „mehrere Schüsse“ gehört.

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  • Nach dem oder den Tätern wird gefahndet.

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