Bauausschuss beschließt Aufstellung eines B-Planes
Grünes Licht für Wohnquartier

Gronau -

Zwischen Enscheder- und Iltissstraße soll in absehbarer Zeit auf einer rund 14 000 Quadratmeter großen Fläche ein neues Baugebiet entstehen. Der Bauausschuss gab am Dienstagabend für die Aufstellung des Bebauungsplanes („Nördlich der Iltisstraße“) bei einer Gegenstimme grünes Licht

Donnerstag, 07.11.2019, 09:27 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 09:30 Uhr

Die Flächen an der Iltis­straße (ehemaliges Areal der Carl-Diem-Turnhalle) gehören der Stadt, weitere Flächen Privateigentümern. Die Planung sieht im Süden des Areals die Errichtung von rund 20 Einfamilienhäusern vor. Im Norden – zur Enscheder Straße hin – ist eine mehrgeschossige Bebauung vorgesehen.

Das zukünftige Wohngebiet wird von zwei Straßen erschlossen. Im Süden von der Iltisstraße, im Norden von der Enscheder Straße. Beide Straßen enden in einem Wendehammer. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es von Nord nach Süd eine durchgehende Verbindung. Auch von West nach Ost ist eine solche Achse vorgesehen, allerdings im vorgelegten Entwurf noch nicht durchgängig. Die Politik gab den Wunsch nach einer solchen Durchlässigkeit auch auf dieser Achse der Verwaltung als Auftrag mit auf den Weg für weitere Verhandlungen mit den privaten Eigentümern. Die fußläufige Verbindung von Nord nach Süd sollte, so gab Martin Dust (CDU) zu bedenken, zudem so angelegt sein, dass sie notfalls von Rettungsfahrzeugen zu befahren sei.

Insgesamt zeigte sich die Politik mit dem vorgelegten Planentwurf der Verwaltung für die Bebauung sehr zufrieden: „Ein wunderschöner Bereich, der jetzt entwickelt werden kann“, so Martin Dust. Jörg von Borczyskowski (UWG) beantragte, dass die neu gegründete städtische Wohnungsgesellschaft (WGG) die Vergabe der südlich gelegenen stätischen Grundstücke für den Bau von Einfamilienhäusern übernehmen soll.

Auch die SPD begrüße die Planung, so Werner Bajorath, der sich dem Wunsch nach durchgehenden (fußläufigen) Nord-Süd- sowie West-Ost-Verbindungen anschloss. Wolfgang Mazur (Die Linke) stellte die Frage, ob in der mehrgeschossigen Bebauung an der Enscheder auch die Schaffung von preisgebundenem Wohnraum gedacht worden sei. Stadtbaurat Ralf Groß-Holtick wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich diese Flächen im Besitz privater Investoren befinden, die Stadt insofern darauf keinen Einfluss habe.

Für die GAL kündigte Udo Buchholz an, gegen die Aufstellung des Bebauungsplanes zu stimmen. Der Grund: Der B-Plan kann nach Angaben der Verwaltung im sogenannten beschleunigten Verfahren aufgestellt werden. Bei dieser Vorgehensweise ist keine Umweltprüfung erforderlich, sondern lediglich eine artenschutzrechtliche Untersuchung des Gebietes. Das stößt bei Buchholz auf Kritik, weil ihm dieses Verfahren nicht umfassend genug ist. Er wollte zudem geprüft wissen, ob der Standort nicht für den Bau einer – notwendigen – weiteren Grundschule im Stadtgebiet in Betracht komme. Der Stadtbaurat machte deutlich, dass dafür die städtische Fläche allein nicht ausreiche, im Zusammenspiel mit Dritten aber hier wohl nur Wohnbebauung zu realisieren sei.

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