Lokale Agenda 21
Klimaschutz selber machen

Gronau -

Die Gronauer Aktionsgruppe Lokale Agenda 21 trifft sich am heutigen Donnerstag um 20 Uhr im Paul-Gerhardt-Heim, Gildehauser Straße 170. Nachdem beim Treffen, im September, über die in der Füchte geplanten Windkraftanlagen kontrovers diskutiert wurde, steht das heutige Treffen unter dem Motto, „Klimaschutz selber machen“. Konkret geht es um autarke Photovoltaiksysteme (Balkonkraftwerke und Aufdachsysteme mit und ohne Batteriespeicher) sowie Wärmepumpen. Mit Lars Siepmann wurde ein qualifizierter Referent gewonnen.

Donnerstag, 07.11.2019, 04:00 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 05:01 Uhr

Im Oktober-Treffen stand das Thema Klima auf der Tagesordnung. Es wurde über eine Obstbaumpflanzaktion des Kreis Borken berichtet. So konnten im Außenbereich wohnende Mitbürger, dank des Kreises Borken Obstbäume zum halben Preis erwerben. Die CO-Bindung dieser Gehölze wurde als nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz erachtet. Diese Initiative könnte die Stadt Gronau zur Anregung nehmen, ebenfalls tätig zu werden, heißt es in einem Bericht der Lokalen Agenda. So schaffen andernorts dachbegrünte Bushaltehäuschen für die wartenden Fahrgäste an heißen Sommertagen angenehme Atmosphäre, berichtete ein Teilnehmer. Auch in Gronau gäbe es städtische blanke Dachflächen, die begrünt werden könnten. Zudem könnte die Stadt Begrünungen von privaten Gebäuden mittels Zuschüssen fördern.

Als wichtiges Glied in der Klimadiskussion wurde das Verkehrswesen gewertet. Ein Teilnehmer berichtete, er habe Fachliteratur entnommen, dass der Rollwiderstand eines Autoreifens auf Asphalt im Vergleich zur Bahn, die sich mit Metallrädern auf Schienen bewegt, um den Faktor 17,5 höher sei. Entsprechend solle der Autoverkehr schnellstens weitgehend durch die Bahn ersetzt werden.

Im Energiewesen sind die klimalastigen Energieträger bekannt. Kohle, Öl und auch Gas setzen bei der Verbrennung COfrei, Atomanlagen Krypton 85. Dieses radioaktive Edelgas gilt ebenfalls als klimalastig. Die Windkraft hingegen gilt als eine der wichtigsten klimaverträglichen Energiequellen. Bekanntlich wurde von mehreren Nachbarn gegen die geplanten Windkraftanlagen in der Füchte Klage angekündigt. Demgegenüber sprach sich ein anwesender Vertreter der Naturschutzverbände aufgrund des aus seiner Sicht gegebenen Klimanotstandes dafür aus, dem Ausbau der Windkraft mehr Raum zu geben.

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