Chorgemeinschaft feiert das 40-jährige Bestehen
„Wir sind eine offene Gemeinschaft“

Epe -

Seit 40 Jahren gehört der Chorgesang wieder zu den feierlichen Gottesdiensten. Ein kleines Jubiläum, das die Gemeinschaft mit der Gemeinde feiern will. Am 24. November (Sonntag) werden die 46 Sängerinnen und Sänger die Messe in A von César Franck zu Gehör bringen.

Freitag, 08.11.2019, 08:26 Uhr aktualisiert: 08.11.2019, 08:30 Uhr
Die Chorgemeinschaft St Agatha veranstaltete 2013 mit vokaler Unterstützung ein Benefizkonzert für Uganda.
Die Chorgemeinschaft St Agatha veranstaltete 2013 mit vokaler Unterstützung ein Benefizkonzert für Uganda. Foto: Martin Borck

Epe anno 1188 – das Jahr, in dem der Ort erstmals urkundlich erwähnt wird: Die Gemeinde kommt zu einer Sonntagsmesse zusammen. Ob damals schon Musik oder Gesang eine Rolle gespielt haben? In der Kathedrale Notre Dame in Paris brachte ungefähr zu jener Zeit der Musiker Perotin die Mehrstimmigkeit zur ersten Blüte. Was in der der Heiligen Agatha geweihten Kirche in Epe gesanglich ablief, ist leider nicht überliefert. Nicht nur aus jener weit entfernten Zeit sind kaum Dokumente vorhanden. Erst mit der Gründung der Chorgemeinschaft St. Agatha tritt die kirchliche Chormusik in Epe wieder in die Geschichtsschreibung ein. „Wir wissen, dass es einen Kirchenchor gegeben hat, den unter anderem Lehrer Mohr geleitet hat“, sagt die Vorsitzende Dorothee Pieper . Doch in den zwölf Jahren vor Gründung der Chorgemeinschaft hatte es keine chorische Begleitung von Gottesdiensten in St. Agatha gegeben.

Seit 40 Jahren gehört der Chorgesang wieder zu den feierlichen Gottesdiensten. Ein kleines Jubiläum, das die Gemeinschaft mit der Gemeinde feiern will. Am 24. November (Sonntag) werden die 46 Sängerinnen und Sänger die Messe in A von César Franck zu Gehör bringen. Gemeinsam mit drei Solisten, Harfe und Orchester. „Darauf bereiten wir uns in intensiven Proben vor“, sagt Dorothee Pieper bei einem Gespräch mit den WN. Sonderproben inklusive. „Wir sind nun mal Amateure, wir brauchen lange, bis alles sitzt.“

Die Franck-Messe ist ein durchaus anspruchsvolles Werk. Aber die im weitestens Sinne klassische Kirchenmusik ist nun mal das Feld, dem sich die Chorgemeinschaft unter ihrem Leiter Kantor Martin Geiselhart mit Herzblut widmet. „Wir haben aber auch schon moderne Werke und Kirchenlieder wie von Christopher Tambling und John Rutter aufgeführt“, erinnern Pieper sowie die Schriftführerin Ingeborg Rösener und der für Öffentlichkeit zuständige Heinz-Wilhelm Möller. „Unsere Aufgabe sehen wir im Gesang zur Ehre Gottes und in der Begleitung von Gottesdiensten.“ – „Und das was wir machen“, fasst Möller das Feedback bescheiden zusammen, „ist offenbar recht passabel.“

Christian Ringendahl war der erste Chorleiter, es folgten Martin Narowski und Jürgen Etzrodt. Seit drei Jahren führt Martin Geiselhart den Chor. Mit Mitgliederschwund hat die Gemeinschaft wie viele andere Vereine auch zu kämpfen. Doch darüber wollen die drei nicht lamentieren. Sie schauen lieber mit Genugtuung auf das Geleistete zurück – und optimistisch in die Zukunft. Zu dem Geleisteten gehört die Kleinigkeit von gut einer Million Euro, die die Chorgemeinschaft seit 1993 für die Aktion „Schulgeld für Uganda“ gesammelt hat. Durch Spenden und Konzerterlöse. Zudem sind viele gelungene Chorkonzerte in der Chronik der Sängerinnen und Sänger verzeichnet. Dabei sorgt der Chor nicht nur für die Freude am gemeinsamen Gesang: „Nicht von ungefähr sind wir eine Chorgemeinschaft“, betont Möllers. „Ich höre immer wieder von Mitgliedern, dass sie sich richtig wohl bei uns fühlen.“ Und auch neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter werden gerne und schnell integriert. „Wir sind eine offene Gemeinschaft.“

Außermusikalische Aktivitäten gehören zum Vereinsleben. So wird nicht nur geübt, sondern auch die Geselligkeit gepflegt: Besuche von Opern in Münster und Essen und Pättkestouren gehören dazu. Und auch Kontakte zu anderen Chören werden gepflegt. Das Neujahrs- und das Adventssingen erfolgt zum Beispiel regelmäßig mit dem Antonius-Chor.

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