40 Jahre Musikgruppe „CVJM-Wegweiser“
Der richtige Sp(i)rit für die Musik

Gronau -

„Mauern überspringen, Freiheit spüren unbeschwert, neue Lieder singen, und fühlen, dass man dazugehört. Zu Gottes weitem Raum.“ Mit diesen Worten beginnt ein Lied, das die Musikgruppe „Wegweiser“ des CVJM Gronau schon über viele Jahre begleitet. Der Liedtext von Daniela Dickert beschreibt genau die Freude und Begeisterung der Gruppenmitglieder an der Musik und der Verkündigung. Die Kraft zum Weitermachen finden sie immer wieder in Gottes geschützten Raum, in dem sie wachsen, sich entwickeln und die notwendige Energie tanken kann. Sozusagen den richtigen Sp(i)rit für die Musik.

Samstag, 09.11.2019, 09:57 Uhr aktualisiert: 11.11.2019, 18:32 Uhr
Die musikalische Heimat der „Wegweiser“ befindet sich derzeit im Paul-Gerhardt-Heim, wo auch dieses Foto entstand. Rechts: Anlässlich eines bunten Nachmittags spielten die Wegweiser Mitte der 1980er Jahre im Johannes-Calvin-Haus. Frisuren und Kleidung sind auch heute noch ein echter Hingucker (kleines Foto).
Die musikalische Heimat der „Wegweiser“ befindet sich derzeit im Paul-Gerhardt-Heim, wo auch dieses Foto entstand. Rechts: Anlässlich eines bunten Nachmittags spielten die Wegweiser Mitte der 1980er Jahre im Johannes-Calvin-Haus. Frisuren und Kleidung sind auch heute noch ein echter Hingucker (kleines Foto). Foto: privat, Sammlung Bohn

In diesem Jahr blickt die Musikgruppe auf ihr 40-jähriges Bestehen zurück. Aus Anlass dieses Jubiläums gestalten die „Wegweiser“ am morgigen Sonntag gemeinsam mit Kirchenrat i.R. Rolf Krebs einen Gottesdienst in der Ev. Stadtkirche.

 

Der CVJM Gronau bzw. sein Vorgänger, der evangelische Jünglingsverein (EMJV) waren von je her der Musik und dem Theaterspiel verbunden. So waren die Mitglieder des Posaunenchores von 1886, einer leider eingegangenen Trommler- und Pfeifergruppe sowie des Ev. Kirchenchores ursprünglich alle Mitglieder des CVJM-Vorgängervereins. In den 1970er-Jahren wiederholte sich die Geschichte, als erneut junge Vereinsmitglieder eine lose zusammengewürfelte Gitarrengruppe formierten. Aus diesem Kreis Gleichgesinnter kristallisierten sich 1979 einige Leute heraus. Sie wollten auch außerhalb des Gitarrenkreises und des CVJM durch ihre Lieder anderen Menschen von Gott und Jesus erzählen und ihnen durch ihre Musik Freude bereiten. Bald spielten sie in Gottesdiensten mit, die ersten kleinen Konzerte folgten – alle unter dem identitätsstiftenden Namen „CVJM-Wegweiser“. 1987 nahmen die Gruppenmitglieder am Evangelischen Kirchentag in Frankfurt teil – ein voller Erfolg, der sie bestärkte, sich weiter zu engagieren. Entsprechend folgten Teilnahmen an Kirchentagen. Vor allem zur Weihnachtszeit studierten die „Wegweiser“ zahlreiche Stücke ein und führten sie in Seniorenheimen, Krankenhäusern, Kirchen und auf dem Weihnachtsmarkt auf. Das Singspiel „Ich bin ich und du bist du“ wurde auch auf der Kinderkrebsstation der Uni-Klinik Münster aufgeführt. Als ein Highlight sehen die „Wegweiser“ den kurzfristig angesetzten Auftritt zur Weihnachtszeit in der Gronauer Innenstadt im Jahre 1990 an. Damals wurden für die Russlandhilfe 2000 Mark eingespielt.

Neben den Auftritten in Gronau wirkten die Wegweiser auch immer wieder Gottesdienste im Geist der Ökumene an anderen Orten mit.

Durch intensives Proben neuer Lieder vergrößerte sich das Repertoire ständig. Zu den christlichen Liedern von Siegfried Fietz und Fritz Baltruweit, usw., kamen Friedenslieder, Kinderlieder und im Laufe der Jahre auch selber getextete und komponiert Stücke dazu. Durch den Zugang neuer Gruppenmitglieder kamen auch ständig neue Ideen. Allerdings bescherte eine meist beruflich bedingte Fluktuation auch manch schmerzlichen Verlust. Für musikalisch interessierte Neuzugänge ist die Gruppe Wegweiser immer offen, wobei das Alter eigentlich keine Rolle spielt.

Die ersten Zusammenkünfte fanden noch in privaten Räumen statt. Bald zeigten sich für derartige Übungsabende die räumlichen und akustischen Grenzen auf. Nach intensiven Gesprächen mit der Kirchengemeinde bot diese einen Raum im Paul-Gerhardt-Heim an. 1998 folgte ein Umzug in die Erlöserkirche, einige Jahre später in den Keller des ehemaligen Gemeindezentrums Mitte (GZM). Seit einiger Zeit ist das Paul-Gerhardt-Heim wieder Domizil.

Insgesamt 25 aktive Musiker und Musikerinnen gehörten seit Gründung der Gruppe an. In den letzten 20 Jahren ist die Besetzung relativ konstant geblieben. Derzeit gehören ihr folgende Sänger und Instrumentalisten an: Birgit Gros (Keyboard/Gesang), Martina Averbeck (Gitarre/Gesang), Anke Lösch (Gitarre/Gesang), Sebastian Eichner (Keyboard), Michael Timmermann (Gesang) und Edmund Grundmann (Percussion/Gesang). Grundmann ist als einziges Gründungsmitglied bis heute aktiv und Sprecher der Gruppe.

In einem Resümee fasst er die vergangenen 40 Jahre zusammen: „Es war nicht immer einfach, denn es gab neben allen Höhen auch einige Rückschläge. Doch wir ließen uns nie entmutigen. Nach frustrierenden Probenabenden und katastrophalen Generalproben haben wir dann doch – mit Gottes Hilfe – alles immer gemeistert. Es wurde für die Sache von allen Mitgliedern immer sehr viel Herzblut, Zeit und Energie gefordert und auch gegeben, doch der Applaus des Publikums und viele freundliche Rückmeldungen haben uns immer wieder gezeigt, dass sich der Einsatz lohnt. Besonders gefreut haben wir uns, als unser langjähriges musikalisches Engagement im März 2015 durch Verleihung der Stadtplakette der Stadt Gronau gewürdigt wurde.“

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