Benefiz-Konzert von Agatissimo
Chor mit Bart, sozusagen

Epe -

Der launische Appell von Chorleiter Etzrodt an die Männer sorgte für Lacher: „Gehen Sie zum Arzt, auch wenn Sie nichts haben!“ Im Wartezimmer lerne man schließlich nette Leute kennen.

Montag, 11.11.2019, 12:00 Uhr
Schon die Messe in St. Agatha hatte der Chor Agatissimo mitgestaltet. Ihr schloss sich ein 60-minütiges „Konzertchen“ an.
Schon die Messe in St. Agatha hatte der Chor Agatissimo mitgestaltet. Ihr schloss sich ein 60-minütiges „Konzertchen“ an. Foto: Martin Borck

Ernster Hintergrund des Aufrufs vom Jürgen Etzrodt ist die Sorge um die Männergesundheit: Viele Männer finden es peinlich oder schlicht lästig, zu Vorsorge-Untersuchungen zu gehen. Sie setzen sich dadurch unnötig der Gefahr aus, dass eine Krebserkrankung an Darm oder Prostata nicht rechtzeitig erkannt wird. Auch die Vorsitzende von Agatissimo, Andrea Fleuth , und Dr. Christian Wagner von der „Movember“-Foundation mahnten, die Gefahr ernst zu nehmen.

Die Appelle waren in Musik gepackt. Der Messe in der Agatha-Kirche, die Agatissimo schon musikalisch mitgestaltet hatte, schloss sich am Sonntagmittag ein Benefizkonzert an. Die „Movember“-Foundation, für die der Erlös vorgesehen ist – setzt sich für die Belange der Männergesundheit ein – vorwiegend durch Aktionen im vorletzten Monat des Jahres. Der Begriff „Movember“ setzt sich aus dem französischen Wort „moustache“ (Schnurrbart) und „November“ zusammen: Als Zeichen der Unterstützung lassen sich nämlich viele Männer im November einen Schnurrbart wachsen.

Auch das Konzert hatte – symbolisch gesehen – also einen Bart. Der Chor unterhielt mit einem Querschnitt aus seinem umfangreichen Repertoire. „One Song“ und „Nella Fantasia“ erklangen und dann – untypisch für den Chor, aber dem Anlass geschuldet – eines der bekanntesten Lieder der Männerchorliteratur: „Das Morgenrot“ von Robert Pracht, in passend pathetischer Getragenheit dargeboten von den Männern (mit einigen Damen als Verstärkung).

Als Vorgeschmack auf das Konzert mit Queen-Titeln am 7. Dezember sang der Chor nach dem mitreißenden „Bridge over Troubled Water und „Make us one“ das Stück „Teo Toriatte“. Let it be“ und „You’ve got a friend“. Das markige „Mnogaja Leta“ mit der den Kirchenraum durchdringenden Solopassage Jürgen Etzrodts schloss sich der abschließende Wunsch „God be with you, ’till we meet again“ an.

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