Gronauer war von 1969 bis 1996 Kreisdirektor in Coesfeld
Ludwig Silderhuis im Alter von 86 Jahren gestorben

Gronau -

Im Alter von 86 Jahren ist am Donnerstag Ludwig Silderhuis gestorben. Der Gronauer war von 1969 bis 1996 Kreisdirektor in Coesfeld. Schon zwei Jahre vorher war er als Rechtsassessor zur Coesfelder Kreisverwaltung gekommen. Zuvor war er ebenfalls als Assessor beim Bundes-Arbeitsministerium in Bonn tätig gewesen.

Mittwoch, 13.11.2019, 05:48 Uhr aktualisiert: 19.11.2019, 13:56 Uhr
Ludwig Silderhuis †
Ludwig Silderhuis † Foto: privat

Silderhuis war seinem Geburtsort Gronau zeit seines Lebens eng verbunden. Am Werner-von-Siemens-Gymnasium hatte er 1954 das Abitur gemacht. Er trat schon früh der CDU bei und gestaltete die Lokalpolitik als Mitglied des Gronauer Rats und des Kreistags Ahaus mit. Die politischen Mandate gab er ab, als er seine neuen Aufgaben in bei der Kreisverwaltung in Coesfeld übernahm, wo er 1969 zum Kreisdirektor gewählt wurde. Diese Position hatte er 27 Jahre lang inne. Während dieser Zeit lebte der mit seiner Frau Inge verheiratete Silderhuis im Buterland. Bis vor Kurzem war er noch Vorsitzender des Umlegungsausschusses in seiner Heimatstadt.

Zu den Höhepunkten seiner Amtszeit als Kreisdirektor gehörte die Neugliederung der Kommunen und Kreise. Als Experte für dieses Thema war er 1969 und 1975 sehr gefragt. Während seiner Amtszeit entwickelten sich der Kreis Coesfeld und dessen Kommunen positiv weiter.

Silderhuis war auf regionaler Ebene in zahlreichen Funktionen tätig, zum Beispiel als Vorsitzender des Fremdenverkehrsverbands „Das grüne Band im Münsterland“, dem der Tourismus in der Region viele Impulse verdankt.

Auch über seinen Beruf hinaus engagierte sich Ludwig Silderhuis: So war er Gründungspräsident des Rotary-Clubs Gronau Euregio, der 1982 aus der Taufe gehoben wurde, jedoch erst 1984 seine offizielle Aufnahme durch Rotary International erhielt. Gründe dafür waren das Mitspracherecht des Mutterclubs Coesfeld über die ausgewählten Gründungsmitglieder, aber auch die Formalitäten durch Rotary International. Turbulente Zeiten, durch die Ludwig Silderhuis den Club steuerte, auf dessen Konto zahlreiche soziale und kulturelle Projekte weltweit gehen. Dem euregionalen Gedanken war der passionierte Jäger stark verbunden – schon allein aus familiären gründen: Einer seiner Großväter war Niederländer und stammte aus Reutum in Twente.

Für seine zahlreichen Verdienste wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet.

Die Beisetzung Ludwig Silderhuis beginnt am morgigen Donnerstag um 14.30 Uhr mit dem Seelenamt in der St.-Antonius-Kirche.

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