22-Jähriger in Bentheim erwischt
10 000 Ecstasy-Pillen über die Grenze geschmuggelt

Bad Bentheim -

Die Bundespolizei hat am Samstag einen 22-jährigen Drogenschmuggler festgenommen. Zunächst war der Mann wegen seines gefälschten Passes aufgefallen. Wie sich herausstellte wurde der 22-Jährige schon per Haftbefehl gesucht und hatte zudem rund fünf Kilogramm Ecstasy-Tabletten aus den Niederlanden nach Deutschland geschmuggelt. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Montag, 18.11.2019, 13:36 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 17:52 Uhr
Die beschlagnahmten Drogen.
Die beschlagnahmten Drogen. Foto: Bundespolizei

Der 22-Jährige war am Samstag mit dem Zug aus den Niederlanden nach Deutschland eingereist. Im Bahnhof Bad Bentheim wurde er von einer Streife der Bundespolizei kontrolliert. Bei seinem vorgelegten italienischen Reisepass erkannten die Beamten sofort Abweichungen. Eine Auswertung seiner Fingerabdrücke ergab, dass der 22-Jährige in Wirklichkeit vietnamesischer Staatsangehöriger ist und in Deutschland mit Haftbefehl gesucht wird. Er war wegen Diebstahls zu einer dreimonatigen Haftstrafe verurteilt worden. Die Vollstreckung der Strafe war aber zunächst ausgesetzt worden. Weil der 22-Jährige seinen Bewährungsauflagen nicht nachkam und sein Aufenthaltsort unbekannt war, hatte das zuständige Gericht einen Sicherungshaftbefehl gegen ihn erlassen.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnten die Beamten dem 22-Jährigen auch nachweisen, dass er rund 10 000 Ecstasy-Tabletten über die Grenze schmuggeln wollte. In direkter Nähe seines Sitzplatzes wurden in einem Karton zwei Plastikbeutel mit jeweils 2,5 Kilogramm des Rauschgifts gefunden, so die Bundespolizei.

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