32. Jazzfest Gronau
Entertainment und hohe Kunst

Gronau -

Je oller desto doller? Das nicht unbedingt – aber unspektakulärer wird das Programm des Jazzfests Gronau auch nicht gerade. Die 32. Auflage geht vom 25. April bis 3. Mai 2020 über die Bühne. Der fürs Gronauer Jazzfest typische Mix beinhaltet auch anverwandte Genres vom Blues bis Pop.

Donnerstag, 21.11.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 21.11.2019, 21:24 Uhr
Stefanie Heinzmann
Stefanie Heinzmann

Das Plakatmotiv von Andre Liebscher zeigt in seinem typischen Stil einen Pianisten. Wild, wie elektrisiert, die Finger über den schwarzen und weißen Tasten. Kein Wunder, dass der Künstler dieses Instrument in den Mittelpunkt rückt: Mit Chick Corea und Jamie Cullum kommen schließlich zwei ausgewiesene Tastenmeister nach Gronau zur mittlerweile 32. Auflage des Jazzfestes.

Dass diese beiden Musiker im kommenden Jahr gastieren, war bereits bekannt, der Vorverkauf läuft. Am Donnerstagabend wurde das gesamte Programmpaket vorgestellt. Es beinhaltet Konzerte, die nicht nur die Herzen von Jazzexperten höherschlagen lassen. Auf der Liste der auftretenden Musiker prangen erneut Namen, die jedem Festival zur Ehre gereichen. Weltniveau sozusagen. Der fürs Jazzfest typische Genremix, der auch anverwandte Sounds vom Blues bis Pop umfasst, sorgt dafür, dass alle Musikgeschmäcker bedient werden.

Das 32. Jazzfest hat eine Premiere: Erstmals gibt es einen zeitlichen Ausreißer. Das Konzert mit Pianist Chick Corea, Christian McBride (Bass) und Brian Blade (Schlagzeug) findet schon am 26. März statt – vier Wochen vor dem Beginn des eigentlichen Festivals. Programmmacher Otto Lohle war schon Jahre hinter Chick Corea her – doch dessen Europa-Tourneen lagen immer außerhalb des Gronauer Festivalzeitraums. Nun kommt man dem amerikanischen Pianisten zeitlich eben entgegen. Der Vorverkauf für dieses Konzert läuft schon geraume Zeit. Wer noch Karten will, muss sich sputen.

Das gilt auch für das Konzert von Jamie Cullum. 1000 Tickets sind schon weg für seinen Auftritt am 25. April in der Bürgerhalle.

Jamie Cullum

Jamie Cullum Foto: Danny North

Die Sängerinnen Inga Rumpf und Jocelyn B. Smith sind in Gronau keine Unbekannten. Inga Rumpf bewegt sich seit den 60er-Jahren souverän im weiten Spannungsfeld zwischen Blues, Boogie, Gospel und Rhythm’n’Blues. Jocelyn B. Smith holt ihr Publikum aus allen Ecken der modernen Musikgeschichte ab. Das Doppelkonzert findet am 26. April statt.

Inga Rumpf

Inga Rumpf Foto: Melanie Dreysse

Joscho Stephan und sein Trio entführen am 27. April ihr Publikum in die Welt des Gipsy Swing und Latin. Stargast bei diesem Konzert ist Stochelo Rosenberg, der mit seinen Brüdern schon mehrfach beim Jazzfest zu erleben war.

Das Joscho Stephan Trio

Das Joscho Stephan Trio

Ein weiteres Doppelkonzert am 28. April: Das Leo Betzl Trio erzeugt Techno rein akustisch mit Klavier, Kontrabass und Schlagzeug, stets angetrieben von einer pulsierenden Kickdrum. RoMi steht für Roman Babik und Mickey Neher, die beiden Gründungsmitglieder vom „Club des Belugas“. Sie zelebrieren R’n’B, Hip Jazz und Lounge Groove.

Die Musiker von „4 Wheel Drive“ haben in anderen Formationen allesamt schon beim Jazzfest gespielt: Nils Landgren (Posaune), Michael Wollny (Klavier), Wolfgang Haffner (Schlagzeug) und Lars Danielsson (Bass). Haffner eröffnet den Abend mit seiner Band.

Diese Stars kommen zum 32. Jazzfest Gronau

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  • Chick Corea kommt zum Jazzfest nach Gronau. Der 1941 geborene Amerikaner ist eine Ikone der Musikwelt. Der Pianist, Komponist und Bandleader gilt als einer der bedeutendsten Jazzpianisten und einer der Gründerväter des Jazzrock. [Konzert an 26. März]

    Foto: Chick Corea Productions
  • Inga Rumpf hat seit Anfang der 60er Jahre Rockgeschichte geschrieben und beherrscht auch den Blues in all seinen Facetten. Als Sängerin hat sie an der Seite von Udo Lindenberg und Alex Conti für Furore gesorgt. [Konzert am 26. April]

    Foto: Melanie Dreysse
  • Doch doch – das darf man schon als kleine Sensation bezeichnen, dass der englische Singer-Songwriter, Multiinstrumentalist und Entertainer Jamie Cullum die 32. Ausgabe des Jazzfestes Gronau mit einem Konzert bereichern wird.  Jamie Cullum  zählt – obwohl erst gerade 40 geworden – zu den erfolgreichsten britischen Jazzmusikern. [Konzert am 25. April]

    Foto: Danny North
  • Sie kann mit ihrer Stimme mühelos über 4 Oktaven hinweg Genregrenzen durchbrechen - Sängerin Jocelyn B. Smith. Seit über 30 Jahren lebt die gebürtige New Yorkerin in ihrer Wahlheimat Berlin. Jocelyn B. Smith holt ihr Publikum aus allen Ecken der modernen Musikgeschichte ab. [Konzert am 26. April]

    Foto: Martin Kalitschke
  • Joscho Stephan und sein Trio entführen ihr Publikum in die Welt des Gipsy Swing und Latin. [Konzert am 27. April]

    Foto: Joscho Stephan
  • Seit seinem ESC-Auftritt («Can't Wait Until Tonight»/Platz 8) veröffentlichte Max Mutzke bereits sieben Alben. Mit seiner bluesigen Stimme hat er auch in Gronau viele Fans. [Konzert am 2. Mai]

    Foto: Christiane Nitsche
  • Die Band Mothers Finest braucht man kaum vorzustellen. Mit ihrer Mischung aus Funk, Rock, Soul und Blues reißt sie das Publikum bei ihren Live-Shows mit. [Konzert am 30. April]

    Foto: Band
  • Vor allem an Stefanie Heinzmanns erstes Konzert beim Jazzfest erinnern sich alle gerne, die dabei waren. Unkompliziert, mit toller Stimme rockte sie die Bürgerhalle. Sie und Max Mutzke werden mit ihren Bands in einem Doppelkonzert für einen würdigen Abschluss der Großkonzerte sorgen. [Konzert am 2. Mai]

    Foto: Benedikt Schnermann
  • Die Musiker von „4 Wheel Drive“ haben in anderen Formationen allesamt schon beim Jazzfest gespielt: Nils Landgren (Posaune), Michael Wollny (Klavier), Wolfgang Haffner (Schlagzeug) und Lars Danielsson (Bass). Haffner eröffnet den Abend mit seiner Band. [Konzert am 29. April]

    Foto: Stephen Freiheit
  • Techno und Elektro definieren die drei Jazz-Nerds von „LBT“ (Leo Betzl Trio) schlicht als Genres, die sie konsequent analog erzeugen. Das tut das bayerische Trio mit Klavier, Kontrabass und Schlagzeug, stets angetrieben von einer pulsierenden Kickdrum. [Konzert am 28. April]

    Foto: Gunnar A. Pier
  • RoMi steht für Roman Babik und Mickey Neher, die beiden Gründungsmitglieder vom „Club des Belugas“. Sie zelebrieren R’n’B, Hip Jazz und Lounge Groove. [Konzert am 28. April]

    Foto: Joachim Kneisel
  • Das Plakatmotiv des 32. Jazzfest Gronau.

    Foto: Jazzfest Gronau

Die Band Mothers Finest braucht man kaum vorzustellen. Mit ihrer Mischung aus Funk, Rock, Soul und Blues ist sie am 30. April Hauptact. Im Vorprogramm: „My Brainbox“ als Nachfolger der Band „Brainbox“ aus den 1970er-Jahren. „My Brainbox“ kommt mit ihrem Gründer Jan Akkerman. Er hat Bert Heerink dabei, den großartigen Sänger der ehemaligen Hardrockband Vandenberg.

Vor allem an Stefanie Heinzmanns erstes Konzert beim Jazzfest erinnern sich alle gerne, die dabei waren. Unkompliziert, mit toller Stimme rockte sie die Bürgerhalle. Und Max Mutzke hat mit seiner bluesigen Stimme ebenfalls viele Fans in Gronau. Sie werden am 2. Mai mit ihren Bands in einem Doppelkonzert für einen würdigen Abschluss der Großkonzerte sorgen.

Das Festival wird abgerundet durch die „Brassband-Battle“ am 1. Mai, bei der sich Brassbands und weitere Ensembles unterschiedlicher Stilrichtungen in der Innenstadt präsentieren. Außerdem wird es am zweiten Festival-Wochenende in der Innenstadt zahlreiche kostenlose Konzerte geben. Erneut ins Programm gehoben worden ist auch „Jazz & Dine“.

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