Vorträge über die Schilddrüse im St.-Antonius-Hospital
Kleines Organ – große Bedeutung

Gronau -

Die Schilddrüse wird oft wenig beachtet. Dabei hat das kleine Organ im Hals großen Einfluss auf viele Stoffwechselvorgänge und andere Funktionen im menschlichen Körper. Gleich zwei Mediziner laden am 12. Dezember zu Vorträgen dazu ein.

Dienstag, 26.11.2019, 11:21 Uhr aktualisiert: 26.11.2019, 11:30 Uhr
Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann sich bei Patienten durch unterschiedliche Beschwerden äußern, die oft nicht dem Organ zugeordnet werden.
Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann sich bei Patienten durch unterschiedliche Beschwerden äußern, die oft nicht dem Organ zugeordnet werden. Foto: dpa-tmn

Die Schilddrüse wird oft wenig beachtet. Dabei hat das kleine Organ im Hals großen Einfluss auf viele Stoffwechselvorgänge und andere Funktionen im menschlichen Körper. Als hormonproduzierendes und regulierendes Organ steuert die Schilddrüse nicht nur die körperlichen Abläufe, sondern kann sich auch auf die seelische Balance auswirken.

Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann sich etwa an einem geschwollenen Gesicht, trockener Haut oder heiserer Stimme äußern. Auch Gewichtszunahme, Verdauungsstörungen, Herz-/Kreislaufprobleme, Krämpfe oder Zyklusstörungen bis hin zu Haarausfall können auf eine gestörte Schilddrüsenfunktion hindeuten. Einige Patienten nehmen nichts von den durch die Schilddrüse verursachten hormonellen Veränderungen ihres Körpers wahr.

Daneben können sich in der Schilddrüse knotige Veränderungen entwickeln, die einerseits störende Symptome wie Schluckbeschwerden und Druckgefühl am Hals auslösen, andererseits aber auch bösartige Tumore darstellen können.

Oft werden die bestehenden Beschwerden gar nicht der Schilddrüsentätigkeit zugeordnet.

Viele der Betroffenen – und das sind bis zu 25 Prozent der Bevölkerung – müssen einen längeren Leidensweg durchschreiten, bevor ihnen geholfen werden kann. Dabei gibt es heute sehr erfolgreiche Therapiemöglichkeiten. Eine gründliche Anamnese, die genaue Diagnose – z.B. mittels Bildgebungsverfahren unter Einsatz radioaktiver Substanzen – sowie ein aufeinander abgestimmtes Therapiekonzept sind Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Schilddrüsenbehandlung. Um dieses zu gewährleisten und somit ein Höchstmaß an Patientensicherheit zu ermöglichen, arbeiten die beiden Gronauer Mediziner Dr. Jürgen Wigger und Dr. Norbert Blumstein interdisziplinär zusammen. Beide Ärzte sind dem Deutschen Schilddrüsenzentrum angeschlossen und im Gronauer St.-Antonius-Hospital als Chefärzte tätig. Wigger führt die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und hat seinen Schwerpunkt unter anderem in der chirurgischen Schilddrüsen-Therapie. Blumstein ist als Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin ein Experte für die Diagnostik. Im Zusammenspiel der beiden Fachabteilungen unter einem Dach liegen viele Vorteile für die betroffenen Patienten.

In ihrem gemeinsamen Vortrag werden die beiden erfahrenen Experten über Symptome, Diagnose- und Therapie-Möglichkeiten berichten und Fragen rund um die Über- und Unterfunktion, bzw. über Veränderungen der Schilddrüse beantworten. Neben den Chefärzten stehen weitere Mediziner zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Der Vortrag richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle interessierten Personen. Stattfinden wird der Vortrag am 12. Dezember (Donnerstag) um 19 Uhr in der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege im ersten Obergeschoss des Altbaus am Krankenhaus. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter ✆  02562 915 6789 (Anrufbeantworter)

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