Kanalbau an der Kurfürstenstraße
Koloss in die Erde gesenkt

Gronau -

Per echter Fahrkünste und unterstützender Fernbedienung der Hinterachse wird der Schwertransporter mit dem 42-Tonnen-Koloss durch die Klosterstiege bis zur Baugrube Ecke Kurfürstenstraße manövriert – alles ganz langsam und mit großer Konzentration.

Donnerstag, 28.11.2019, 07:31 Uhr aktualisiert: 28.11.2019, 07:40 Uhr
Der Mobilkran hebt den Koloss vom Schwertransporter und lässt ihn ganz langsam an den vorgesehen Platz im Boden schweben. Bis der Koloss im Boden verschwunden ist, sind für die genaue und richtige Platzierung noch viele helfende Hände notwendig. Letzte Vorbereitungen an der Baugrube Kurfürstenstraße/Ecke Klosterstiege vor dem Einsetzen des Schachtbauwerks.
Der Mobilkran hebt den Koloss vom Schwertransporter und lässt ihn ganz langsam an den vorgesehen Platz im Boden schweben. Bis der Koloss im Boden verschwunden ist, sind für die genaue und richtige Platzierung noch viele helfende Hände notwendig. Letzte Vorbereitungen an der Baugrube Kurfürstenstraße/Ecke Klosterstiege vor dem Einsetzen des Schachtbauwerks. Foto: Stadtwerke Gronau

Genau so geht es weiter, nachdem das Bauteam die Haken vom riesigen Mobilkran angebracht haben, und dieser das Schachtbauwerk nun ganz langsam in die Baugrube hinablässt. Für den genauen Anschluss an den bereits gelegten Abwasserkanal müssen die Männer an verschiedenen Ecken und Kanten helfen – echte Zentimeterarbeit.

Dann hat der Koloss seinen vorbestimmten Platz eingenommen und alle reiben sich die Hände, zum einen wegen der Kälte, vielmehr aber, weil alles so gut geklappt hat. Das ist nicht selbstverständlich, und jeder, der den Vorgang beobachten durfte, merkt sofort: Da steckt eine Masse Detailarbeit und Know-how dahinter, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke.

Mit der Größe einer halben Pkw-Garage und dem sehr stolzen Gewicht von 42 Tonnen wurde kürzlich per Schwerlasttransport ein Schachtbauwerk zur Kurfürstenstraße/Ecke Klosterstiege geliefert und mit einem Mobilkran in den Boden eingelassen. Damit ging es mit der Baumaßnahme Kurfürstenstraße einen entscheidenden Schritt weiter.

Letzte Vorbereitungen an der Baugrube vorm Einsetzen des Schachtbauwerks.

Letzte Vorbereitungen an der Baugrube vorm Einsetzen des Schachtbauwerks. Foto: Stadtwerke Gronau

„Mit den Kanalbaumaßnahmen kommen wir trotz erschwerter Bedingungen und schwieriger Bodenverhältnisse gut voran,“ so Hendrik Nienhaus, Projektleiter vom Abwasserwerk der Stadt Gronau. „Wenn das Wetter weiter mitspielt, sind wir hier voraussichtlich zum März 2020 mit dem Kanalbau und dem Umbau der Druckrohrleitung durch. Und – je nach Wetterlage – müsste auch der nachfolgende Straßenbau bis zum Frühjahr 2020 fertig sein.“

Vor etwa einem Jahr ist die Kurfürstenstraße in Gronau zur Baustelle geworden. Eine Erneuerung und Vergrößerung der maroden Abwasserkanäle sowie der Endausbau der sanierungsbedürftigen Straße war dringend notwendig. Das gesamte Projekt hat einen Kostenrahmen von rund 4,5 Millionen Euro für Kanal und Straße. Dabei koordinieren die Stadt Gronau, das Abwasserwerk der Stadt Gronau und die Stadtwerke Gronau die Baustelle gemeinsam und arbeiten Hand in Hand.

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