Warten auf Mobiliätskonzept
Busfahrten vorerst nicht kostenlos

Gronau -

Kostenlos den Bus benutzen – das Ansinnen der Links-Partei wurde im Fachausschuss des Gronauer Rates jetzt diskutiert. Die Idee fand Zustimmung. Aber dennoch wurde die Entscheidung vertagt.

Montag, 02.12.2019, 07:17 Uhr aktualisiert: 02.12.2019, 07:20 Uhr
Kostenlosen Bustransport hatte die Fraktion der Linken beantragt. Doch der Vorschlag wurde zunächst zurückgestellt.
Kostenlosen Bustransport hatte die Fraktion der Linken beantragt. Doch der Vorschlag wurde zunächst zurückgestellt. Foto: RVM

Kostenlosen Busverkehr wird es vorerst in Gronau nicht geben. Der Fachausschuss möchte erst die Ergebnisse des Mobilitätskonzepts abwarten, bevor sich die Politiker für oder gegen die kostenlose Nutzung aussprechen. Das beschlossen der Ausschuss während der jüngsten Sitzung einstimmig.

Ins Rollen gebracht hatte die Diskussion die Fraktion der Linken mit einem entsprechenden Antrag. Der kostenlose Busverkehr solle Anreize schaffen, sich für den Klimaschutz zu engagieren. Zumindest als „Versuchsballon“ solle die Maßnahme eingeführt werden, so Michael Raus.

Die Verwaltung hatte errechnet, dass ein halbes Jahr kostenloser Busverkehr mit zusätzlich rund 25 000 Euro zu Buche schlagen würde. Angesichts der Gesamtkosten, die die Stadt für den Busverkehr bereitstellt (jährlich rund 255 000 Euro) ein vertretbarer finanzieller Aufwand, fand Mechthild Große-Dütting (SPD).

Wie sie kritisierte aber auch Josef Rörick (UWG), dass die Diskussion nicht im Arbeitskreis Klimaschutz diskutiert werde, wie es eigentlich vorgesehen war. Rörick sah auch den Vorschlag selbst skeptisch: „Wir haben ein Akzeptanzproblem beim Bus“, sagte er. Die ÖPNV-Angebote seien schlecht aufeinander abgestimmt. Die Gronauer legten über 40 Prozent ihrer Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurück – per Bus nur vier Prozent.

Herbert Krause (Pro Bürgerschaft/Piraten) hatte Bedenken, ob die Stadt eine Kostenfreiheit überhaupt eigenständig beschließen könne. Und der Kämmerer, so Stadtbaurat Ralf Groß-Holtick, habe aus Kostengründen empfohlen, den sowieso defizitären Verwaltungshaushalt nicht zusätzlich zu belasten.

Auch ein zweiter Vorschlag der Linken, Seniorinnen und Senioren, kostenlos den Stadtbus nutzen zu lassen, wenn sie ihren Führerschein abgeben, stieß auf Skepsis der übrigen Politiker. Ulrich Doetkotte (FDP) schlug vor, zunächst das Mobilitätskonzept abzuwarten. So wurde denn auch entschieden.

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