Politiker beraten Satzungsentwurf
Abfallgebühren sollen im nächsten Jahr sinken

Gronau -

Die gute Nachricht vorweg: Die Abfallgebühren in Gronau werden im kommenden Jahr aller Voraussicht nach sinken. Die Kosten für einen Privathaushalt mit je einer 60 Liter fassenden Restmüll- und Biomülltonne werden beispielsweise um 12,48 Euro (fast acht Prozent) vermindert. Das geht aus der Vorlage für den Haupt- und Finanzausschuss hervor, der am Mittwoch zusammenkommt. Voraussetzung für die Senkung ist, dass auch der Rat der Satzung zustimmt.

Dienstag, 03.12.2019, 08:31 Uhr aktualisiert: 03.12.2019, 08:40 Uhr
Mit Plakaten und Transparenten wird schon jetzt für eine bessere Sortierung der Abfälle geworben. Vom kommenden Jahr an müssen die Kommunen die Abfalltrennung fortlaufend überwachen.
Mit Plakaten und Transparenten wird schon jetzt für eine bessere Sortierung der Abfälle geworben. Vom kommenden Jahr an müssen die Kommunen die Abfalltrennung fortlaufend überwachen.

Ein Grund für die Kostenentwicklung: Der Kreis Borken verringert die Gebühren für Restabfall, die er den Kommunen in Rechnung stellt, von fast 211 auf 207 Euro pro Tonne. Auch die Gebühr für Garten- und Grünabfälle wird von 38,44 Euro auf 37,70 Euro gesenkt. Die größte Entlastung betrifft aber die bisher erhobene sogenannte Grundgebühr. Sie betrug acht Euro pro Einwohner. Mit diesem Geld wurden die Altdeponien im Kreis rekultiviert. Diese Gebühr entfällt ganz. Die Stadt Gronau muss in diesem Bereich 400 000 Euro weniger aufwenden.

Der beim Restmüll eingesparte Betrag wird durch Mehrausgaben bei der Bioabfallentsorgung teilweise wieder ausgeglichen: Die vom Kreis erhobene Entsorgungsgebühr steigt von 83,64 auf 86,54 Euro pro Tonne.

Auf die kreisangehörigen Kommunen kommt außerdem eine neue Aufgabe zu: Sie müssen vom kommenden Jahr an fortlaufend überwachen, ob die Abfälle von den Bürgern wie vorgeschrieben getrennt und sortiert werden. Damit verbunden ist Überprüfungs- und Aufklärungsarbeit. Das kostet die Stadt insgesamt rund 20 000 Euro – ein Betrag, die ebenfalls auf die Bürger umgelegt wird.

Insgesamt rechnet die Stadt mit einem Kostenaufwand von rund 3,27 Millionen Euro für die Abfallentsorgung. Der größte Teil – rund 2,65 Millionen – fällt für die Restmüllentsorgung an, die Biomüllentsorgung schlägt mit voraussichtlich 617 000 Euro zu Buche.

Die Verwaltung wird die Gebühren für Biomüll erhöhen, die für Restabfall senken. Der Entwurf für die Gebührensatzung sieht vor, dass die jährliche Gebühr für Restmüll – je nach Behältervolumen und Abfuhrrhythmus – zwischen 9,5 und 13,2 Prozent sinkt. Konkret: Die Abfallgebühr für die Bio-Tonne bei 14-täglicher Entleerung beträgt 2020 voraussichtlich je 60-Liter-Bioabfall-Behälter 45 Euro, je 120-Liter-Behälter 72 Euro und je 240-Liter-Tonne 126 Euro pro Jahr. Die Biomüllentsorgung wird somit jeweils um 5,6 Prozent im Vergleich zu 2019 teurer.

Bei 14-täglicher Abfuhr kostet die 50-Liter-Tonne 82,80 Euro, die 60-Liter-Tonne 99 Euro, die 80-Liter-Tonne 132 Euro, die 120-Liter-Tonne 198 Euro und die 240-Liter-Tonne 396 Euro. Für einen 1,1-Kubikmeter-Restabfallcontainer beläuft sich die Gebühr bei zwei Abfuhren pro Woche auf 4159 Euro, bei einer Abfuhr pro Woche auf 2097 Euro, bei einer Abfuhr in zwei Wochen auf 1065 und bei einer Abfuhr alle vier Wochen auf 549 Euro.

► Die Ausschusssitzung beginn am morgigen Mittwoch um 18 Uhr im Rathaus.

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