Vorbereitungen für den Winterzauberwald
Wo Bäume Namen haben

Gronau -

Sie heißen Frida, Siegfried, Mathilda oder Joseph – Hunderte Weihnachtsbäume schmücken seit gestern die Neustraße. Die schönsten von ihnen haben sogar Namen. „Und eine Biografie“, versichert Reinhard van Loh augenzwinkernd.

Dienstag, 03.12.2019, 10:11 Uhr aktualisiert: 03.12.2019, 10:20 Uhr
Die Neustraße wird mit Hunderten von Bäumen geschmückt. Darüber freuen sich (v.l.) Christian Lehr (Hofbräugarten Gronau), Andre Homölle (Leiter Fachdienst Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün), Luana Dörken und Elke Rinke (beide Stadtmarketing) und Reinhard van Loh (Auktionator).
Die Neustraße wird mit Hunderten von Bäumen geschmückt. Darüber freuen sich (v.l.) Christian Lehr (Hofbräugarten Gronau), Andre Homölle (Leiter Fachdienst Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün), Luana Dörken und Elke Rinke (beide Stadtmarketing) und Reinhard van Loh (Auktionator). Foto: Frank Zimmermann

Die Bäume sind am Montag angeliefert worden, finanziert vom städtischen Fachdienst für Grünflächen. „Erstmals werden wir mit Bäumen für die Innenstadt von der Stadt unterstützt“, berichtet Elke Rinke vom Stadtmarketing. Sie selbst wird bei ihrer Arbeit auch unterstützt: von Jahrespraktikantin Luana Dörken . Gemeinsam koordinieren die Frauen die Aufbauarbeiten für den Winterzauberwald (6. bis 15. Dezember) und den Weihnachtsmarkt (12. bis 15. Dezember) in der Gronauer Innenstadt.

Noch liegen vor der Antonius-Kirche große Holzbretter ähnlich einer flachen Bühne aus. Das ist das Fundament für die künstliche Eisstock-Bahn. Schon am Freitag beginnen hier die Wettkämpfe um den 6. Eisstock-Cup, für den über 700 Grundschüler angemeldet sind.

Auch der Weihnachtsmarkt ist auf Wachstumskurs. 25 Hütten werden aufgebaut – mehr denn je. Neu vertreten sind zum Beispiel die Gemeinde St. Antonius, die Antonius-Sekt verkaufen wird, und der Integrationsbeauftragte Ahmed Sezer, der gemeinsam mit kurdischen Frauen eine Hütte „bespielt“. Hier gibt es dann selbst gebastelte Geschenkartikel zu kaufen. Und obwohl die „Pilzbarone“ dieses Jahr nicht mit von der Partie sind, wird es wieder Champignons zu essen geben. Die Tagespflege am Lukas-Krankenhaus und der Pflegedienst sind in die Bresche gesprungen und werden den Pilz-Stand betreiben.

  Foto: Frank Zimmermann

Und warum haben die Weihnachtsbäume Namen? Weil sie am Ende des Weihnachtsmarkts, am 15. Dezember (Sonntag) versteigert werden. Das hat in Gronau schon Tradition, genauso wie der Auktionator, der die Bäume unter den Hammer bringt: Reinhard van Loh. „Ich erzähle zu jedem Baum eine kleine Autobiografie. Das ist immer ganz lustig“, sagt er.

Derweil ist Elke Rinke schon wieder mit anderen organisatorischen Fragen konfrontiert. Hier spricht sie mit einem Helfer, da hat sie wieder das Handy am Ohr. „Erinner mich gleich mal . . .“, wendet sie sich an ihre Kollegin Luana Dörken.

Während die Bäume aufgestellt werden, ist es knackig kalt und klar. Bestes Weihnachtsmarkt-Wetter. „Doch ab Freitag soll es regnen“, sagt Christian Lehr vom Hofbräugarten, der die Eisstockbahn betreibt. „Abwarten“, meinen die anderen.

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