Ergebnisse einer Stadtteilkonferenz
Stärken und Schwächen des Westens

Gronau -

Der Gronauer Westen stand im März im Fokus einer sogenannten Sozialraumkonferenz der Jugendhilfe. Titel: „Als Familie im Sozialraum Gronau-West leben – Potenziale für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern“. Die Auswertung dieser Konferenz war Thema in der jüngsten gemeinsamen Sitzung des Jugendhilfe- und des Schulausschusses. Die Ergebnisse wurden von Jugendhilfeplanerin Brigitte Amshoff vorgestellt.

Donnerstag, 12.12.2019, 11:00 Uhr
Für die strategische Sozialplanung wurde das Stadtgebiet in acht Gemeinderegionen unterteilt. Die Stadtteilkonferenz hat Gronau Nord-West, Gronau Süd-West und den westlichen Teil des nördlichen Außenbereichs analysiert.
Für die strategische Sozialplanung wurde das Stadtgebiet in acht Gemeinderegionen unterteilt. Die Stadtteilkonferenz hat Gronau Nord-West, Gronau Süd-West und den westlichen Teil des nördlichen Außenbereichs analysiert. Foto: Stadt Gronau

38 Fachkräfte zum Beispiel von Kitas, Schulen, Jugendzentren und Jugendhilfeträgern nahmen an der Konferenz teil. Themenschwerpunkt neben dem Kennenlernen der Teilnehmenden war eine Stärken- und Schwächenanalyse des Sozialraums, der sich – grob gesagt – nördlich der B 54 und westlich der Gildehauser Straße befindet. Hier leben rund 15 700 Menschen.

Als Stärken des Sozialraums machten die Teilnehmenden aus: Viele junge Familien; Kitas und Schulen fußläufig erreichbar; guter Zusammenhalt/gute Nachbarschaft; kulturelle Vielfalt/Interkulturalität; viele Tagesmütter; gute Vernetzung der Institutionen; viele Grünflächen; gute Einkaufsmöglichkeiten; Bahnhofsnähe und Grenznähe zu den Niederlanden; positiver Wandel im Sozialraum und viele Freiflächen/unbebaute Flächen zum Spielen.

Aber auch die Liste der Schwächen ist lang: Sie reicht von einem schlechten Erscheinungsbild mit verdreckten Müllcontainer-Standorten überchaotische, unglückliche Verkehrssituationen (zum Beispiel Hol- und Bringsituation vor den Kitas und Schulen, keine günstige Überquerungsmöglichkeit auf der Enscheder Straße für Kinder), über zu wenig Angebote für Jugendliche bis hin zu hoher Gewaltbereitschaft und Kriminalität.

Aus dieser Analyse leiteten die Jugendhilfeplaner Bedarfe für die Menschen im Stadtwesten ab, darunter den Ausbau der Sportflächen/-hallen, ein dezentrales Behördenangebot, mehr Reinigung im Stadtteil, aber auch kostenloses W-Lan und die Entwicklung einer Info-App.

Konkret weitergearbeitet wird am Thema Verkehrssituation beim zuständigen Fachdienst der Stadt. Die Steuerungsgruppe Spielleitplanung kümmert sich um die Themen Spielflächen und Entwicklung eines Kinderstadtplans. Am Thema Ausbau von OGS und sonstiger Schulkinderbetreuung ist die Stadtverwaltung ohnehin dran. Für einige Projekte – zum Beispiel Fahrradkurse für Erwachsene – werden aber noch Kooperationspartner gesucht.

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