Beate Bösing als Leiterin der Kita St. Agatha in Ruhestand verabschiedet
Ein Leben für Tausende Kinder

Epe -

45 Jahre „und ein halbes“ hat Beate Bösing insgesamt Hunderte, „wenn nicht Tausende“ Kinder durch die Kindergartenzeit begleitet, wie Pastor Thorsten Brüggemann schätzte. Für ihr quasi lebenslanges Engagement, wovon sie allein 40 Jahre lang die Kindertagesstätte leitete, bekam sie bei ihrer gestrigen Verabschiedung in den Ruhestand von allen Seiten Lob und Anerkennung zu hören – so viel, dass wiederholt die Rührungstränen flossen.

Freitag, 13.12.2019, 17:44 Uhr aktualisiert: 13.12.2019, 19:06 Uhr
Blumen, Herzen, Bademantel und ein Trommelkurs: Beate Bösing wurde reich beschenkt in den Ruhestand verabschiedet.
Blumen, Herzen, Bademantel und ein Trommelkurs: Beate Bösing wurde reich beschenkt in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Christiane Nitsche

Es begann schon beim Abschied von den Kindern, die ihr eins nach dem anderen ein kleines bemaltes Herz in einen Spardosenbildhalter steckten. Manche der Eltern, die ihre Kinder abholten, waren selbst schon als Kind bei Beate Bösing in der Obhut gewesen.

„Keiner hat es in der Kita St. Agatha so lange ausgehalten“, scherzte der Pastor. Tatsächlich war sie nicht nur als Praktikantin schon 1974 in den Dienst dort eingetreten – auch Beate Bösing selbst war als Kind schon hier zum Kindergarten gegangen.

 

Sie sei wohl nicht der Typ, der künftig abends auf der Couch lange Schals stricken werde, mutmaßte der Pastor. Daher erfüllte er ihr lieber einen „Herzenswunsch“, wie die angehende Ruheständlerin eingestand: einen Gutschein für einen Trommelkurs. Für die ersten Anfänge gab es dazu eine Kindertrommel.

Die Verbundleitung in Person von Nicole Reekers-Wolf lobte Bösings Präsenz und ihren Humor, mit dem sie auch zunehmender Bürokratisierung getrotzt habe.

Für die Mitarbeiterinnen nahm Marie-Theres Herking unter Tränen Abschied. Kein Wunder, ist sie doch selbst schon 40 Jahre dabei, also „dienstälteste“ Weggefährtin. „Du hattest immer das richtige Händchen“, sagte sie.

Von den Eltern gab es einen Wunschbaum für die Zeit des Ruhestands. Sie bedankten sich für ein immer offenes Ohr. „Sie waren stets an unserer Seite.“ Die Kolleginnen aus den anderen Kitas schließlich überreichten ihr einen mit ihrem Namen bestickten Bademantel und erklärten sie endgültig zur „Powerfrau“.

Beate Bösing kämpfte mit den Tränen. „Ich freue mich auf den Ruhestand“, sagte sie. „Aber ich werde euch sehr vermissen.“

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