Jugendwettbewerb des Köcheclubs Münsterland
„Das ist ein ideales Training“

Gronau -

Die erste Hürde haben sie erfolgreich genommen – aber jetzt wird es erst richtig spannend für die angehenden Hotelfachfrauen Maria Schwabenland und Cora van der Wolde sowie Koch-Azubi Pascal Brinckwirth: Sie nehmen am Jugendwettbewerb des Köcheclubs Münsterland teil und messen sich mit anderen Lehrlingen aus der gesamten Region.

Freitag, 20.12.2019, 08:26 Uhr aktualisiert: 20.12.2019, 09:00 Uhr
Andre Dieker (l.), Peter Geusendam (3.v.l.), Uwe Orantek (5.v.l.), Stefan Verst (2.v.r) und Birgit Berning (r.) hoffen auf ein gutes Abschneiden der Auszubildenden Cora van der Wolde, Pascal Brinckwirth und Maria Schwabenland (vorne v.l.) am 27. Januar.
Andre Dieker (l.), Peter Geusendam (3.v.l.), Uwe Orantek (5.v.l.), Stefan Verst (2.v.r) und Birgit Berning (r.) hoffen auf ein gutes Abschneiden der Auszubildenden Cora van der Wolde, Pascal Brinckwirth und Maria Schwabenland (vorne v.l.) am 27. Januar. Foto: Guido Kratzke

Insgesamt 16 Auszubildende als Koch und acht Bewerber aus dem Bereich der Hotel- und Restaurantfachleute hatten sich im Vorfeld für den Wettbewerb angemeldet und mussten sich mittels einer kleinen schriftlichen Prüfung qualifizieren.

„Das ist ein ideales Training“, erklärt der 19-jährige Pascal Brinckwirth aus Ochtrup, der im Gronauer Hotel Driland das Rüstzeug zum Koch vermittelt bekommt. Sein Ziel beim Münsterland-Wettbewerb am 27. Januar: Möglichst weit kommen, vorne landen, aber vor allem Erfahrungen sammeln. Als „wünschenswert“ bezeichnet seine Chefin Birgit Berning die Teilnahme, die zugleich auch zeige, dass das Unternehmen der Leistungsfähigkeit der Nachwuchskraft vertraue.

Über ein gutes Abschneiden würde sich auch Stefan Verst vom gleichnamigen Hotel Restaurant aus Epe freuen – und kündigt schon an, seine Auszubildende Maria Schwabenland in den Wochen vor dem Wettbewerb sowohl in der Theorie als auch der Praxis intensiv vorzubereiten. Die 20-jährige Eperanerin sieht eine Extraportion Arbeit auf sich zukommen, aber auch den Vorteil, sowohl sicherer als auch schneller den gestellten Übungsaufgaben gegenübertreten zu können. Im Ahauser Land- und Golfhotel absolviert ihre Berufsschulkollegin Cora van der Wolde ihre Ausbildung und wird dabei von ihrem Chef Peter Geusendam, der auch als Ausbildungsbotschafter bei der Dehoga tätig ist, unterstützt. Die 21-jährige Ahauserin sieht den Wettbewerb als besonderes Training vor der Abschlussprüfung im Sommer kommenden Jahres an. „Ich hoffe, auf Fehler hingewiesen zu werden und die bis zur Prüfung abstellen zu können.“

Im Köcheclub Münsterland ist Uwe Orantek als Verbindungsmann zum Dehoga aktiv. Aus langjähriger Erfahrung kann er den drei Wettbewerbsteilnehmern für die anstehenden Herausforderungen Mut machen. „Alle, die beim Jugendwettbewerb dabei waren, sind später auch erfolgreich durch die Prüfung gekommen.

Wohin ein Sieg führen kann, das erklärte Andre Dieker, der zweite Vorsitzende des Clubs. „Tim Melzer hat den Wettbewerb beispielsweise schon einmal gewonnen“, erklärte der Koch aus Gescher. Der Sieger des Regionalentscheids darf einen Monat später auf Landesebene erneut antreten. Der Sieger wiederum darf am finalen Bundeswettbewerb teilnehmen. Aber zu hoch will Dieker die Latte für den Regionalwettbewerb nicht hängen. „Der Tag soll auch Spaß machen“, betont der Koch. Die wichtigste Voraussetzung für die Teilnahme sei die gleiche wie ohnehin für den Beruf: „Du musst Bock darauf haben.“

Egal, ob in der Küche oder im Restaurant – die Jobaussichten für gute Fachkräfte wurden von allen Ausbildern positiv eingeordnet. „Manche haben ein falsches Bild von dem, was wir machen – du musst als Arbeitgeber attraktiv sein“, hob Dieker hervor. Er empfahl allen am Berufsfeld interessierten, sich verschiedene Betriebe anzuschauen und sich dann zu entscheiden.

Worauf er sich einlässt, war Pascal Brinckwirth seit Jahren bekannt. Seine Eltern haben in Ochtrup einen Betrieb, in dem er aufgewachsen ist. Cora van der Wolde hatte als Schülerin in der Gastronomie bereits ihr Taschengeld aufgebessert und auch Maria Schwabenland hatte vor dem Start ihrer Ausbildung erst in den Beruf hineingeschnuppert. Das wird auch von den Betrieben begrüßt – nicht zuletzt, um sich mit guten Azubis auch in Wettbewerben präsentieren zu können.

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