Probleme im Grenzverkehr lösen
Schwarzfahren und Drogenkonsum

GLANERBRUG -

Mit dem Zug mal eben über die Grenze – das war auch ein Anziehungspunkt für Personen, die dabei lieber nicht auffallen wollten, weil sie Drogen im Gepäck hatten. Mit einer Reihe von Maßnahmen soll das Problem an den niederländischen Haltepunkten dauerhaft gelöst werden.

Montag, 23.12.2019, 08:28 Uhr aktualisiert: 23.12.2019, 08:30 Uhr
Bert Kluin (NS Reizigers), Heiko Rhein (DB), Thomas Wensing (DB), Wolter Alberts (Politie Oost-Nederland), Onno van Veldhuizen, Johan Voois (NS stations), Emile Boersma (Keolis), Erwin Appels (Bedrijvenpark Euregio) en Jan Schulenburg (ProRail).
Bert Kluin (NS Reizigers), Heiko Rhein (DB), Thomas Wensing (DB), Wolter Alberts (Politie Oost-Nederland), Onno van Veldhuizen, Johan Voois (NS stations), Emile Boersma (Keolis), Erwin Appels (Bedrijvenpark Euregio) en Jan Schulenburg (ProRail). Foto: Jenne Smit

Die Maßnahmen gegen die Probleme auf und an der Bahnstrecke Enschede – Gronau bedürfen einer strukturellen Herangehensweise. Darin sind sich die Stadt Enschede, die Polizeibehörden in beiden Ländern, die Betreiber Deutsche Bahn und Keolis /Blauwnet, die niederländische Bahn und Infrastrukturbehörde sowie die Vereinigung Euregio Gewerbegebiet einig. Sie hatten bereits vor anderthalb Jahren gemeinsam erste Maßnahmen beschlossen und umgesetzt. Anlass: Viele Passagiere fuhren auf der Strecke schwarz, rund um die Haltepunkte Glanerbrug und De Eschmarke gab es Probleme mit Drogenhandel und -konsum.

Erste Maßnahmen wurden eingeleitet: Die Bahnsteige in Glanerbrug und De Eschmarke werden videoüberwacht, in den Zügen wird häufiger kontrolliert.

Das sollen keine Eintagsfliegen sein. Am vergangenen Mittwoch wurde eine Vereinbarung geschlossen, in denen strukturelle Maßnahmen festgelegt sind. Enschedes Bürgermeister Onno van Veldhuizen zeigte sich stolz, dass dieses Abkommen zustande gekommen ist. „Auf dieser einen Seite der Grenze geht man nun mal anders an die Probleme heran als auf der anderen Seite. Wir Niederländer fangen einfach an und versuchen so gut wie möglich die Probleme in den Griff zu bekommen. In Deutschland denkt man erst sehr gut darüber nach, ob bestimmte Maßnahmen auch strukturell zielführend sind, bevor sie umgesetzt werden. Aus dieser Perspektive heraus ist die Zusammenarbeit etwas Besonders. Ich hoffe jedenfalls, dass wir jetzt imstande sind, die Probleme noch besser in den Griff zu bekommen.“

Der Securitymanager der Deutschen Bahn, Heiko Rhein, findet es eine gute Idee, in Sachen Sicherheit grenzüberschreitend stärker zusammenzuarbeiten. Es sei besser, die Probleme gemeinsam zu lösen als jeder für sich. Die Unterzeichner kommen mehrmals im Jahr zusammen, um über die nachhaltige Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr auf der Linie Enschede-Gronau zu beratschlagen.

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