Frauentag der KFD St. Agatha Epe
„Männer mag man eben“

Epe -

Beim alljährlichen Frauentag der KFD St. Agatha werden vereinzelt auch Männer gesichtet, denn „Männer mag man eben“. So lautete zumindest am Sonntagvormittag im Pfarrhof eines der Lieder, die die charmanten sechs Herren der Tafelrunde zu Gehör brachten.

Dienstag, 14.01.2020, 09:32 Uhr aktualisiert: 14.01.2020, 10:00 Uhr
Ruth Rosker als Elfriede Schulze Piepenbrink sorgte beim Frauentag der KFD St. Agatha für etliche Lacher.
Ruth Rosker als Elfriede Schulze Piepenbrink sorgte beim Frauentag der KFD St. Agatha für etliche Lacher. Foto: Sigrid Winkler-Borck

Mit schelmischen Blicken und humorigen kleinen Einlagen gaben sie ihrem Auftritt die richtige Würze und bezogen auch immer wieder einzelne Frauen aus dem Publikum mit ein. Das vielseitige Repertoire der Tafelrunde reichte von englischsprachigen Stücken, wie das mit viel Schwung vorgetragene „ Barbara Ann “ bis hin zu deutschen Volksliedern. Der Aufforderung mitzusingen kamen die KFD-Frauen gern nach. Kaum hatte die A-Capella-Gruppe „Sah ein Knab‘ ein Röslein stehen“ intoniert, fiel sofort ein Großteil der gut 60 Frauen ein.

Wer kann einem derartig treuherzigen Augenaufschlag schon widerstehen? Für Amüsement sorgten die Herren der Tafelrunde.

Wer kann einem derartig treuherzigen Augenaufschlag schon widerstehen? Für Amüsement sorgten die Herren der Tafelrunde.

Zuvor hatte Otto Pötter aus Rheine eine Reihe von Dönekes und Geschichtchen vorgetragen. Vor vielen Jahren hat der auch in der Erwachsenenbildung tätige Autor im fernen Mexiko beim Stamm der Otomi mit seiner alten, aussterbenden Sprache, die Liebe zum Plattdeutschen entdeckt. Dort sei ihm, wie er erklärte, klar geworden, dass Sprachen nur lebendig bleiben, wenn sie auch gesprochen werden. Gerade mit Platt, einer „Herzsprache“, könne man im Gegensatz zur „Kopfsprache“ Hochdeutsch vieles kurz und bündig auf den Punkt bringen, betonte er. Dafür lieferte er mit seinen Dönekes auch den Beweis. Mit Bauernschläue wird da gewitzt und pfiffig so manche Hürde des Alltags gemeistert. Ob die Eierbäuerin mit scheinbar in der Hose hartgekochten Eiern verblüfft wird oder die Tante die Universalschürze beschreibt – am Ende wurde herzlich gelacht. Einige Feinheiten von Otto Pötters Vortrags gingen leider beim Glockengeläut von St. Agatha verloren, da er kein Mikro hatte.

Für eher johlendes Gelächter sorgte am kurzweiligen Sonntagvormittag Ruth Rosker in ihrer Rolle als Elfriede Schulze Piepenbrink. Ihres Zeichens Bäuerin, die ihrer großen Leidenschaft – dem Putzen – nachgeht, auch weil es in der Landwirtschaft schwierig wird. Schließlich habe man ihrem Hermann, der nackt zum Finanzamt gegangen sei, um zu zeigen, dass bei ihm wirklich nichts zu holen sei, „vorn und hinten einen Stempel verpasst mit der Aufschrift Gas und Wasser abgestellt“. So putzt Elfriede eben auf der Geburtsstation des Krankenhauses, in der Friedhofskapelle und beim Arzt. Keine Geheimnisse, Fehltritte oder Peinlichkeiten bleiben ihr dabei verborgen und sie alle werden mit teils derbem Schenkelklopferhumor kommentiert. Mit „Klatsch und Tratsch am Jägerzaun“ beendete sie ihr Programm beim abwechslungsreichen Frauentag.

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