Neujahrsempfang der Ev. Kirchengemeinde
„Näher, als du glaubst“

Gronau -

Beim Neujahrsempfang der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde im Walter-Thiemann-Haus gab Pfarrer Uwe Riese am Sonntagvormittag einen Rückblick auf das vergangene und eine Vorausschau auf das gerade begonnene Jahr. Das neue Gemeindekonzept mit Schwerpunktsystem und größerem Miteinander unter dem Motto „Näher, als Du glaubst!“ gehe gut an, so Riese. Rückmeldungen seien willkommen.

Montag, 20.01.2020, 10:00 Uhr
Pastor Uwe Riese (mit Mikrofon) erläuterte beim Neujahrsempfang die Entwicklungen und Vorhaben der Ev. Kirchengemeinde.                 
Pastor Uwe Riese (mit Mikrofon) erläuterte beim Neujahrsempfang die Entwicklungen und Vorhaben der Ev. Kirchengemeinde.                  Foto: Sigrid Winkler-Borck

Besonders bewegt hat im vergangenen Jahr das Orgelprojekt. Öffentlich erklingen soll die Sauerorgel erstmals am Sonntag vor Ostern , dem 5. April. „Es war ein mühevoller Weg“, betonte Riese, „der ohne das enorme Engagement von Dr. Tamás Szöcs nicht zu meistern gewesen wäre. Die Kantorenstelle ist auf Jahre gesetzt, alles andere wäre Unsinn“, bekundete der Pfarrer unter dem kräftigen Beifall der vielen Anwesenden. Der Orgelbauverein werde aber auch weiterhin tätig sein, denn das Instrument benötige Wartung und Pflege.

Die Finanzen sind ein wichtiges Thema in der schrumpfenden Gemeinde. Allein in den letzten zehn Jahren habe die Evangelische Gemeinde 1800 Mitglieder durch Tod und Austritte verloren. Außerdem werde in den nächsten Jahren das Kirchensteueraufkommen massiv einbrechen, weil die geburtenstarken Jahrgänge das Rentenalter erreichen. Weitere Einsparungen seien also unausweichlich. Es müssten aber auch zusätzliche Einnahmen generiert werden. Das Stichwort lautet: „Wohnen am Paul-Gerhardt-Heim“. Auf den großen Rasenflächen dort sollen Häuser entstehen, um Mieteinnahmen zu erzielen. „Es ist aber noch nichts entschieden“, betonte der Pfarrer.

„Die Existenz des Friedhofswesens ist bedroht“, sagte er und sprach damit ein weiteres Problem an. Für Trauerfeiern gebe es auf dem Friedhof eine Kapelle und entsprechende Abschiedsräume. „Dort haben wir über 80 Prozent Leerstand, und das ist nicht verantwortbar“, wurde er konkret.

Im Rahmen der interreligiösen Zusammenarbeit mit der muslimischen Gemeinde in Gronau werde jetzt auf dem evangelischen Friedhof ein muslimisches Gräberfeld erarbeitet, für das auch ein Denkmal als „Zeichen des Miteinanders und des Friedens“ entwickelt werden soll.

Ebenso soll die ökumenische Zusammenarbeit ausgebaut werden. So ist ein ökumenischer Pfingstgottesdienst mit Pfarrer Brüggemann in St.-Agatha in Epe geplant.

Auf Nachbarschaften und Kooperationen in der bis Oeding reichenden Region Borken I wies Riese ebenfalls hin. In diesem großen Rahmen soll am 30. August ein Diakoniefest in Gronau stattfinden.

Zuvor stehen aber noch die Wahlen zum zwölfköpfigen Presbyterium der hiesigen Gemeinde an. Auf den 22. März sind Verabschiedung bzw. Einführung des neuen Presbyteriums terminiert. Im Presbyterium sei es derzeit durchaus arbeitsintensiv, dennoch stellten sich die Zwölf wieder zur Wahl. „Eine Glaubensgemeinschaft lebt vom Mitmachen“, warb Riese um weiteres ehrenamtliches Engagement für ein lebendiges Gemeindeleben aller Altersgruppen.

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