Russisches Ballettensemble in der Bürgerhalle
Klassische „Schwanensee“-Inszenierung

Gronau -

Das klassische Ballett hat in Russland eine lange Tradition. Nicht zuletzt wegen zwei äußerst populärer Werke des russischen Komponisten Peter Iljitsch Tschaikowsky: „Schwanensee“ und „Der Nussknacker“. Am Sonntagabend präsentierte das „Moscow Classic Ballet“ den „Schwanensee“ in der Gronauer Bürgerhalle.

Montag, 20.01.2020, 20:57 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 21:00 Uhr
Gelungene Ensembleszenen wechselten mit Solotänzen und Pas de deux oder trois.
Gelungene Ensembleszenen wechselten mit Solotänzen und Pas de deux oder trois. Foto: Martin Borck

Das klassische Ballett hat in Russland eine lange Tradition. Nicht zuletzt wegen zwei äußerst populärer Werke des russischen Komponisten Peter Iljitsch Tschaikowsky : „Schwanensee“ und „Der Nussknacker“. In Musik und Tanz gegossene Märchen, die allein durch die Kraft der Musik und des Tanzes erzählt werden. Am Sonntagabend präsentierte das „Moscow Classic Ballet“ den „Schwanensee“ in der Gronauer Bürgerhalle.

Die Betonung liegt auf „klassisch“: Weder die Musik aus der Konserve (die etwas an Brillanz zu wünschen übrig ließ und in unterschiedlicher Lautstärke den Saal beschallte) noch der Tanz ließen sich auf Experimente ein. Die Inszenierung wirkte daher etwas statisch – trotz der ständigen Bewegung. Die geringe Größe der Bühne hemmte die tänzerischen Ausdrucksmöglichkeiten. Die Darbietungen brauchen einfach viel Raum zur Entfaltung.

Schwanensee

1/42
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck
  • Foto: Martin Borck

Die jungen Tänzerinnen und Tänzer ließen durchaus ihr Können durchblitzen, das sie als Absolventinnen und Absolventen namhafter russischer Ballettschulen erarbeitet haben. Beachtliche Körperbeherrschung, Kraft und Anmut – die nur durch harte Arbeit erreicht werden können.

Reizvoll waren die Darbietungen der unterschiedlichen Volkstänze beim Prinzenball auf dem Schloss, voller Eleganz und Romantik die Szenen am Schwanensee. In diesen Momenten zeigen sich die Stärken der klassischen Inszenierung.

Die (dämonische) Kraft, die dem Tanz innewohnen kann, brach sich am stärksten durch die Aktionen des Zauberers Rotbart Bahn. Der ist derjenige, der Prinzessin Odette in einen Schwan verwandelt hat. Prinz Siegfried ist es durch seine (edle) Rolle nicht vergönnt, derart robust aufzutreten – er findet seine Stärken im Pas de deux mit Odette und ihres schwarzen Ebenbilds Odile, deren tänzerischer Verführungskraft Siegfried erliegt.

Bühnenbild und Licht waren gut aufeinander abgestimmt, wobei das Schloss als Kulisse etwas altbacken wirkte, der See aber (nicht zuletzt durch den lautstarken Einsatz einer Nebelmaschine) schön mystisch wirkte und auch die Festhalle räumliche Tiefe vermittelte.

Störend waren allerdings die Lautsprecherboxen auf der Bühne, die die Sicht einschränkten. Dennoch: Insgesamt eine ansprechende Inszenierung ohne große Überraschungen, die bei den gut 450 Zuschauerinnen und Zuschauern auf viel Beifall stieß. Martin Borck

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7207353?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Narren trotzen der Naturgewalt
Trotz Sturmböen erhielten die Narren in Otti-Botti eine Starterlaubnis und der Umzug schlängelte sich durch die Narrenhochburg.
Nachrichten-Ticker