Stadtwerke unterstützen das Orgelprojekt
Patenschaft für die Windversorgung

Gronau -

Die Stadtwerke Gronau haben in den letzten Jahren mehrfach zur Restaurierung der Sauer-Orgel beigetragen. Nun übernehmen sie die Patenschaft für die Blasebälge des Instrumentes. Die Blasebälge bilden die große Lunge der Orgel, sie sorgen dafür, dass die gesamte pneumatische Spiel- und Registertraktur mit Wind versorgt und über 2200 Pfeifen zum Klingen gebracht werden. Die Bälge selbst können mit einem Motor oder (beim Stromausfall) mit Muskelkraft hochgepustet und gefüllt werden.

Donnerstag, 06.02.2020, 07:05 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 18:24 Uhr
Kantor Dr. Tamás Szőcs (Mitte) dankt Dr. Wilhelm Drepper für die Unterstützung mit einer Patenurkunde für die Blasebälge der Sauer-Orgel. Links im Bild Orgelbauer Konrad Scheffler.
Kantor Dr. Tamás Szőcs (Mitte) dankt Dr. Wilhelm Drepper für die Unterstützung mit einer Patenurkunde für die Blasebälge der Sauer-Orgel. Links im Bild Orgelbauer Konrad Scheffler. Foto: privat

Der Tretbalg wurde im Zuge der Orgelrestaurierung repariert und wieder gangbar gemacht. Der Tretbalg ist nur noch in wenigen Orgeln zu finden, sie wird für die historische Aufführungspraxis und auch bei Tonaufnahmen eingesetzt, denn - so laut Orgelbauer – der mit Muskelkraft erzeugte Wind lässt einen ruhigeren Ton in den Pfeifen erklingen als der vom Motor verwirbelte Wind.

Die Bälge der Sauer-Orgel sind zum größten Teil mit dem Originalleder von 1904 bezogen, nur an Ecken und Faltstellen müssten bei der Restaurierung Teile ersetzt werden. Für einen konstanten Druck sind die Bälge mit Ziegelsteinen beschwert, die noch vom Kirchbau der Dorstfelder Kirche um 1900 stammen.

Zum Antrieb des elektrischen Motors (Winderzeugers) fließt in der Stadtkirche Starkstrom von den Stadtwerken Gronau, jetzt nun auch „Wind“ (im übertragenen Sinne) für die großen Lungen des Instrumentes.

Die Möglichkeit für Patenschaften wird jedem Spender angeboten: Je nach Höhe der Spende kann diese symbolische Patenschaft für Pfeifen und Tasten in Wert von zehn bis zu 2500 Euro übernommen werden. Dafür wird eine Urkunde ausgestellt. Die Spender gehen keine weiteren Verpflichtungen ein, aber sie können Teile der Orgel als ihre eigene Patenkinder betrachten, denen in Konzerten und Gottesdiensten ein Ohr geschenkt werden kann.

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