Stadt stellt Maßnahmen zur Schadstoffminderung an Overbergschule vor
PAK-Belastung reduzieren

Epe -

Die Stadtverwaltung wird in den kommenden Wochen in sechs Klassenräumen, vier Nebenräumen sowie im Lehrerzimmer und im Raum der Schulleitung der Overbergschule Maßnahmen durchführen, um die Belastung mit Polycyclischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) zu mindern. Ziel ist es, durch die emissionsmindernden Maßnahmen fünf Jahre zu gewinnen. In dieser Zeit soll in enger Abstimmung mit der Schulleitung ein bauliches Konzept für die Overbergschule entwickelt werden, das einerseits den aktuellen Bedürfnissen in Bezug auf Schülerzahlen, Übermittagsbetreuung und Ganztag entspricht, andererseits aber auch das pädagogische Konzept der Schulleitung berücksichtigt.

Dienstag, 04.02.2020, 07:32 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 07:50 Uhr
In sechs Klassenräumen, vier Nebenräumen, im Lehrerzimmer und im Raum der Schulleitung der Overbergschule wird die Stadt Maßnahmen durchführen, um die PAK-Belastung zu mindern.
In sechs Klassenräumen, vier Nebenräumen, im Lehrerzimmer und im Raum der Schulleitung der Overbergschule wird die Stadt Maßnahmen durchführen, um die PAK-Belastung zu mindern. Foto: Martin Borck

Denkbar gewesen wäre nach Angaben der Verwaltung auch eine dauerhafte Konservierung der Schadstoffe im Gebäude gewesen. Das würde aber bedeuten, dass es im Gebäude keinerlei bauliche Veränderungen mehr geben dürfte. In der Folge wäre die Stadt also nicht in der Lage, auf verändere Schülerzahlen oder neue pädagogische Konzepte zu reagieren.

Geplant ist jetzt, die emissionsmindernden Maßnahmen in Zusammenhang mit der Firma „Luftkurholz“ des Gronauer Wissenschaftlers Dr. Gregor Luthe und einem von diesem Unternehmen entwickelten Aktivkohleprodukt durchzuführen. Die Böden werden versiegelt, alle Oberflächen gereinigt und die Wände gestrichen. Außerdem wird aktivkohlehaltiges Material im Bereich der Fugen im Bodenbereich, im Bereich der Heizungsnischen eingebaut. Außerdem werden in Pinnwänden sogenannte Senken in Form von Kork-Aktiv-Kohlematerial eingebaut. Die enthaltene Aktivkohle bindet die Emissionen. Die Verwaltung wird die Maßnahme am Dienstag im Bauausschuss im Detail vorstellen, bereits am Montag wurde der Schulausschuss informiert.

Die Bauarbeiten an der Overbergschule sollen in diesen Tagen beginnen und in vier Bauabschnitten – jeweils zehn Tage – durchgeführt und in den Osterferien beendet werden. Die Kosten dafür werden von der Stadt mit rund 150 000 Euro angegeben. Ein Ausweichkonzept wurde von der Schulleitung erarbeitet, danach können die Arbeiten erfolgen, ohne dass Schüler oder Lehrer extern untergebracht werden müssen.

Nach Abschluss der Arbeiten wird es Messungen geben – erst nach der sogenannten Freimessung unter Einhaltung der Grenzwerte werden die Räume wieder in Betrieb genommen, so die Stadtverwaltung.

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