Auszeichnung für Schulen
Zwei neue „Schulen der Zukunft“

Gronau/Epe -

Die Fridtjof-Nansen-Realschule in Gronau und die Euregio-Gesamtschule in Epe erhalten eine Auszeichnung. Sie dürfen sich zukünftig „Schule der Zukunft nennen“. Hausschilder und Fahnen liegen schon bereit.

Donnerstag, 06.02.2020, 09:00 Uhr
Im Mai 2016 hat alles angefangen: Sascha Brütting (oben links) untersucht mit einem Schüler der Fridtjof-Nansen-Realschule Wasserproben aus dem Eschbach. Wenn das Body+Grips-Mobil des Jugendrotkreuzes an die Euregio-Gesamtschule kommt, kommen die Schüler in Bewegung.
Im Mai 2016 hat alles angefangen: Sascha Brütting (oben links) untersucht mit einem Schüler der Fridtjof-Nansen-Realschule Wasserproben aus dem Eschbach. Wenn das Body+Grips-Mobil des Jugendrotkreuzes an die Euregio-Gesamtschule kommt, kommen die Schüler in Bewegung. Foto: Frank Zimmermann

Als die Nachricht Ende des Jahres an der Fridtjof-Nansen-Realschule ankam, war der Jubel groß: Dafür, dass Biologie-Schüler eine Patenschaft für den Eschbach übernommen haben, erhält die Schule die Auszeichnung „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“. Über die gleiche Würdigung darf sich auch die Euregio-Gesamtschule in Epe freuen, die sich bereits seit der Aufnahme des Schulbetriebs 2014 mit dem Thema Nachhaltigkeit befasst.

Die beiden Gronauer Schulen sind zwei von 19 Preisträgern aus den Kreisen Borken und Coesfeld, die am 14. Februar (Freitag) in Coesfeld ausgezeichnet werden. Dann überreichen Dr. Heinrich Bottermann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, sowie die Landräte die Auszeichnungen in Form von Urkunden, Hausschildern und Fahnen.

Sascha Brütting unterstützt Projekt

Von der Fridtjof-Nansen-Realschule fahren Schulleiterin Andrea Preuß, die Biologielehrerinnen Martina Feldhues und Doris Woitzik sowie acht Schüler zur Auszeichnungsfeier. „Und natürlich Sascha Brütting“, erzählt Martina Feldhues. Sie hat das Projekt an der Fridtjof-Nansen-Realschule von Beginn an betreut – gemeinsam mit Sascha Brütting. Der im Umweltschutz engagierte Angler und Naturschutzwart fungiert bei dem Projekt als externer Partner. Im Mai 2016 hatte er in Zusammenarbeit mit dem Landesfischereiverband Westfalen und Lippe eine erste Arten- und Gewässergüte-Bestimmung am Eschbach organisiert. Seitdem untersuchen die Schüler das Gewässer regelmäßig und setzen Maßnahmen zur Renaturierung und Entwicklung des Ökosystems um. Dabei geben die älteren Schüler ihre Erfahrungen an den jeweils nachfolgenden Jahrgang weiter. Sascha Brütting erklärt zu der Auszeichnung: „Ich denke, den Preis haben sich die Schüler verdient. Die eigentliche Arbeit in Sachen Einbringen beziehungsweise Aufwertung der Lebensräume im Gewässer haben die Schüler gemacht.“

An der Euregio-Gesamtschule sind die Projekttage und Projekte zum Thema Nachhaltigkeit breit gefächert. Die jüngeren Schüler besuchten zum Beispiel einen Imker, die Biologische Station Zwillbrock oder die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland. „Gesund mit Grips“ lautet das Motto, wenn das Body+Grips-Mobil des Jugendrotkreuzes Westfalen-Lippe an der Schule Station macht. Alle Klasse thematisierten außerdem nachhaltige Landwirtschaft und gesunde Ernährung.

Delegationen sind eingeladen

Zur Auszeichnungsfeier in Coesfeld fährt eine zwölfköpfige Delegation der Euregio-Gesamtschule. Auch hier sind acht Schüler dabei, Schulleiterin Dagmar Dengler, die Lehrer Christoph Leusmann und Markus Koepe sowie die Inklusionskoordinatorin und ehemalige Schulsozialarbeiterin Miriam Lumbela.

Die landesweite Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ wird mit Unterstützung des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums und des Schulministeriums von der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA NRW) koordiniert. Ziel ist es, Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Alltag von Schulen, Kindertagesstätten und ihren außerschulischen Partnern zu tragen und dort zu verankern.

Über die Schulen, die jetzt ausgezeichnet werden, heißt es in einer Mitteilung der NUA NRW: „Mit ihren gelungenen Projekten haben Schülerinnen und Schüler der beteiligten Schulen in den vergangenen vier Jahren ökologische, ökonomische und soziale Aspekte der nachhaltigen Entwicklung vor dem Hintergrund der Globalisierung praxisnah umgesetzt. Damit haben sie beispielhaft daran gearbeitet, Zukunft durch nachhaltige Entwicklung zu gestalten.“

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