Die Sauer-Orgel in der Ev. Stadtkirche nimmt Gestalt an
Nur noch 1800 Pfeifen einzubauen

Gronau -

Beim Kantorentreffen in Villigst schockierte Dr. Tamás Szöcs jüngst seine Kollegen. „Ich wechsele die Stelle“, kündigte er an. Auf die verblüfften Reaktionen reagierte er mit der schelmischen Ergänzung: „Ja: vom Schreibtisch auf die Orgelbank.“ Diese Anekdote, die seine Vorfreude ausdrückt, erzählte Szöcs am Dienstagmorgen in der Ev. Stadtkirche. Dort nimmt die aus Dortmund-Dorstfeld übernommene Sauer-Orgel immer mehr Gestalt an. „Bisher war die Orgel ein zahnloser Tiger. Jetzt werden die frisch polierten Zähne eingesetzt.“ Von Martin Borck
Dienstag, 11.02.2020, 18:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 11.02.2020, 18:00 Uhr
Vorsichtig hievt Wiland Scheffler eine Pfeife durch die Öffnung im Gehäuse auf ihre Positionen, wo sein Bruder Konrad sie in Empfang nimmt. Das Orgelprospekt wurde am Dienstag fertig – nun müssen noch weitere rund 1800 Pfeifen eingebaut und intoniert werden.
Vorsichtig hievt Wiland Scheffler eine Pfeife durch die Öffnung im Gehäuse auf ihre Positionen, wo sein Bruder Konrad sie in Empfang nimmt. Das Orgelprospekt wurde am Dienstag fertig – nun müssen noch weitere rund 1800 Pfeifen eingebaut und intoniert werden. Foto: Martin Borck
Gemeint sind damit die 36 Prospektpfeifen. Das sind die beeindruckenden Labialpfeifen an der Front der Orgel. Sie sind als einzige Pfeifen von außen sichtbar und prägen gemeinsam mit dem imposanten Holzgehäuse, der (inzwischen von hinten beleuchteten) verglasten Rosette und dem Spieltisch die Optik der Orgel. Die Prospektpfeifen bestehen aus dünnem Orgelmetall.
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