Jahreshauptversammlung des THW-Ortsverbandes
Gut aufgestellt für Zukunft

Gronau -

Sage und schreibe 19 579 Stunden wurden beim Technischen Hilfswerk (THW) im vergangenen Jahr in Gronau ehrenamtlich geleistet. Das ist neuer Rekord seit Erfassung der Stunden ab dem Jahr 2011.

Dienstag, 18.02.2020, 08:00 Uhr
Die stellvertretende Ortsbeauftragte Sylvia Niehoff (rechts) mit den neuen Führungskräften (v.l.) Lisa Dierselhuis, Christian Langermann und Timo Sonntag. Leon Weinem bekam eine Urkunde für seine zehnjährige aktive Hilfe im THW Gronau.
Die stellvertretende Ortsbeauftragte Sylvia Niehoff (rechts) mit den neuen Führungskräften (v.l.) Lisa Dierselhuis, Christian Langermann und Timo Sonntag. Leon Weinem bekam eine Urkunde für seine zehnjährige aktive Hilfe im THW Gronau. Foto: Ralf Kosse/THW Gronau

Die Helferinnen und Helfer der Katastrophenschutzorganisation an der Vereinsstraße leisteten 711 Stunden in neun Einsätzen und Hilfeleistungen, wie zum Beispiel beim Vennbrand am Ostersonntag , bei Pumparbeiten nach einem Wasserrohrbruch, bei diversen Unterstützungen der Polizei bis hin zu den Sicherungsmaßnahmen beim Gronauer Karnevalsumzug.

Diese Zahlen stellte der THW-Gruppenführer Martin Tüpker am vergangenen Freitag bei der Jahreshauptversammlung des THW-Ortsverbandes Gronau den versammelten Helferinnen und Helfern vor. Tüpker stellte zufrieden fest, dass die Gesamtzahl der Helferinnen und Helfer um neun auf 81 gewachsen ist, die Jugendgruppe stellt davon 18 Jugendliche mit einem Mädchenanteil von 33 Prozent, heißt es in einer Mitteilung des THW .

Die stellvertretende Ortsbeauftragte Sylvia Niehoff lobte in ihrer Ansprache die überdurchschnittliche Dienstteilnahme im Ortsverband und stellte fest, dass die Gronauer THWler sehr gut aufgestellt sind. Mehr als 40 Helferinnen und Helfer nahmen an insgesamt 25 Lehrgängen teil und bildeten sich im Katastrophenschutz und in Führungswissen weiter. Niehoff erinnerte daran, dass das THW Gronau im letzten Jahr eine neue Komponente bekommen hatte: die „Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung“, die ganz neu im THW für die Unterstützung von Einsätzen vorgesehen ist. Mit großen Pumpen, Material für Notunterkünfte und Einsatz-Bereitstellungsräume sowie mit Transportmöglichkeiten zu Lande und auf dem Wasser wird sie den anderen Fachgruppen des THW zuarbeiten.

Eine weitere Überraschung hatte Sylvia Niehoff für das kommende Jahr: Das THW Gronau bekommt als einer von zuerst nur 16 Standorten in Deutschland einen „Trupp Einsatzstellensicherung“, der sich mit einem neuen Fahrzeug und einem speziellen Überwachungssystem um die Überwachung von einsturzgefährdeten Gebäuden und Erdmassen kümmert. Ein solches System kam auch vor einer Woche in Heek durch das THW Ahaus zum Einsatz, nachdem Sturm „Sabine“ ein Gebäude stark beschädigt hatte. Vier Gronauer Helfer mit entsprechendem Vorwissen werden für diesen neuen Trupp eingeteilt und tiefergehend ausgebildet.

Auch wurden einige Führungspositionen im Ortsverband geändert: Timo Sonntag wurde zum Truppführer in der ersten Bergungsgruppe berufen, sein Amt als Ortsjugendleiter übernimmt Lisa Dierselhuis. Christian Langermann ist nun Truppführer in der neuen Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung. Martin Hartmann ist neuer Verwaltungsbeauftragter, sein Amt als Leiter des Versorgungstrupps gab er an Meinolf Honermann weiter.

Für das Jahr 2020 sind schon etliche Termine geplant: die Jugendgruppe wird an der Wochenendübung in Wesel teilnehmen, zum Movie-Park nach Bottrop fahren und am Leistungsabzeichen der THW-Jugend teilnehmen. Der Technische Zug wird im Mai die Unglücksstelle in Enschede besuchen, an der vor genau 20 Jahren eine Feuerwerksfabrik explodierte. Das THW Gronau war damals auch im Einsatz. Neben Ausstellungen auf zwei Messen in den Niederlanden sind die Teilnahme an der Westmünsterländer Teamchallenge in Ahaus geplant, sowie die Teilnahme als einzige THW-Mannschaft beim Feuerwehr-Leistungsnachweis.

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