Kolhoff/Friedrichs beim Megamarsch auf Mallorca am Start
Quälen für ein Kinderlachen

Gronau/Alcúdia -

Sie haben es wieder getan. Und diesmal nicht irgendwo im heimischen Münsterland, sondern auf Mallorca: 50 Kilometer marschierten dort Ingo Kolhoff und sein Kumpel Jörg Friedrich vom „Club der Blauen Helme“ beim ersten Megamarsch Mallorca, um Spenden gegen den Krebs zu sammeln und auf die Arbeit von Klinik-Clowns der Organisation „Sonrisa Médica“ auf den Balearen aufmerksam zu machen. Den „Club der Blauen Helme“ gibt es seit 2019 als eingetragenen Verein. Mit den Läufen werden verschiedene karitative Einrichtungen im Kampf gegen den Krebs unterstützt – zigtausende Euro kamen auf diesem Weg bisher zusammen.

Dienstag, 25.02.2020, 09:56 Uhr aktualisiert: 25.02.2020, 10:00 Uhr
50 Kilometer marschierten Ingo Kolhoff und sein Kumpel Jörg Friedrich vom „Club der Blauen Helme“ beim ersten Megamarsch Mallorca in der Region um Alcúdia.
50 Kilometer marschierten Ingo Kolhoff und sein Kumpel Jörg Friedrich vom „Club der Blauen Helme“ beim ersten Megamarsch Mallorca in der Region um Alcúdia. Foto: privat

„Mich hat es komplett zerrissen“, sagt Kolhoff nach der Veranstaltung im Interview mit dem Mallorca-Magazin. Der 45-jährige Gronauer und sein Groß-Cousin Friedrich (42) waren Stunden gemeinsam mit rund 700 anderen auf die Strecke in der Region Alcúdia gegangen. Allerdings – wie immer, wenn der „Club der Blauen Helme“ antritt – unter erschwerten Bedingungen: In voller Feuerwehr-Montur, mit Helm und Atemschutzausrüstung auf dem Buckel. Und die beiden Sportler mussten lernen, dass Alcúdia nicht mit dem flachen Münsterland zu vergleichen ist. Eigentlich wollte das Duo Kolhoff/Friedrichs die Distanz in zehn Stunden hinter sich bringen. Am Ende wurden es elf Stunden – Ausrüstung und Strecke forderten ihren Tribut.

Ursprünglich geplant war, dass die beiden Münsterländer ihren besonderen Lauf gemeinsam mit Feuerwehrleuten der Insel Mallorca absolvieren. Aber daraus wurde nichts, vermutlich auch, weil die Feuerwehr-Strukturen auf den Balearen anders sind als in Deutschland. In Spanien kennt man fast nur Berufsfeuerwehrleute, so das Mallorca-Magazin. Und die Mails, die wegen des gemeinsamen Auftritts beim Megalauf von Kolhoff und Friedrichs an die Feuerwehr auf der Insel geschickt wurden, kamen in Alcúdia offenbar gar nicht an, wie Kolhoff und Friedrichs im Nachhinein erfuhren.

Wegen all dieser kleinen Startschwierigkeiten wird sich das Spendenaufkommen für „Sonrisa Médica“ nach dem Lauf sicher in Grenzen halten, aber immerhin sei es gelungen, mit dem Lauf auf die Arbeit der Klinikclowns aufmerksam zu machen. Und durch die Kontakte mit der Feuerwehr im Norden Mallorcas blickt Ingo Kolhoff jetzt optimistisch in die Zukunft: „Vielleicht können wir ja im kommenden Jahr etwas zusammen machen.“

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