Drastischere Strafen für Umweltfrevler beschlossen
100 Euro fürs Wegwerfen von Bananenschalen oder Tüten

Gronau -

Wer in Gronau dabei erwischt wird, Müll illegal zu entsorgen, muss künftig mit erheblichen Geldbußen rechnen. Der Rat hat eine entsprechende Liste verabschiedet.

Freitag, 06.03.2020, 08:30 Uhr
Illegal an Containerstandorten entsorgter Abfall ist vielen Bürgern ein Dorn im Auge.
Illegal an Containerstandorten entsorgter Abfall ist vielen Bürgern ein Dorn im Auge.

Umweltfrevler müssen künftig mit drastischen Strafen rechnen. Der Rat hat am Mittwoch einen Bußgeldkatalog verabschiedet, der erhebliche Strafen vorsieht. Wie berichtet, richtet sich der Katalog am Vorbild der Stadt Essen. Die sieht unter anderem beim Wegwerfen von Kleinmüll – Zigarettenschachteln, Inhalt von Aschenbechern, Bananenschalen oder Verpackungen etwa – schon eine Buße von 100 Euro vor. Auch wer Tierkot auf Bürgersteigen, in Anlagen oder auf fremden Privatflächen hinterlässt, muss mit mindestens 100 Euro Strafe rechnen. Richtig teuer wird es, wenn Altöl oder große, mit Betriebsstoffen behaftete Gegenstände illegal entsorgt werden: bis zu 5100 Euro.

Der Antrag von UWG und Pro Bürgerschaft/Piraten wurde einstimmig angenommen. Werner Bajorath (SPD) schlug zudem Präventionsmaßnahmen vor: „Es gibt Leute, die gar nicht wissen, wie sie ihren Müll legal entsorgen können, die keine Marken erhalten.“ Sie müssten informiert werden. Udo Buchholz (GAL) war skeptisch, ob die Regelungen auch umgesetzt werden könnten. Bürgermeister Doet­kotte erinnerte an die Aussage des Ordnungsamtsleiters, dass die Kontrollen verstärkt worden sind.

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