Coronavirus hat auch Betreuungsverein im Griff – aber:
Betreuung ist weiterhin sichergestellt

Gronau -

Trotz Corona-Krise wird der Betreuungsverein Gronau und Umgebung auch weiter für seine Klienten da sein. Durch die strenge Einhaltung der üblichen Vorgaben – Abstand halten, kein körperlicher Kontakt und Händedesinfektion vor der Eingangstür – soll das Risiko einer Ansteckung minimiert werden.

Dienstag, 24.03.2020, 17:02 Uhr aktualisiert: 24.03.2020, 17:10 Uhr
Vorsitzender Herbert Krause vor der Außentür des Betreuungsvereins. Über die Gegensprechanlage und den Briefkasten ist der Kontakt weiterhin möglich.
Vorsitzender Herbert Krause vor der Außentür des Betreuungsvereins. Über die Gegensprechanlage und den Briefkasten ist der Kontakt weiterhin möglich. Foto: Betreuungsverein

Der Betreuungsverein Gronau und Umgebung unterstützt Menschen, die aufgrund einer psychischen oder seelischen Erkrankung oder einer geistigen Behinderung ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht mehr allein regeln können. Für viele betreute Menschen ist der Corona-Virus ein zusätzlicher Eingriff in ihre persönliche Lebensführung. Nicht wenige Personen, die der Verein begleitet, verstehen einerseits nicht die gesundheitlichen Gefahren oder haben anderseits Probleme mit den allgemeinen hygienischen Vorsorgevorgaben.

„Trotz allem bleibt das Büro des Betreuungsverein Gronau und Umgebung weiterhin geöffnet“, betont gerade vor diesem besonderen Hintergrund der Vorsitzende des Vereins, Herbert Krause .

Verändert habe sich aber die Gestaltung der Kontakte: Durch die strenge Einhaltung der üblichen Vorgaben – Abstand halten, kein körperlicher Kontakt und Händedesinfektion vor der Eingangstür – soll das Risiko einer Ansteckung minimiert werden.

Eingang erhält ab sofort auch nur noch die Person, die nach telefonischer Terminabsprache unaufschiebbare Angelegenheiten zu regeln hat. Andere übergeben bzw. erhalten ihre Unterlagen oder Dokumente vor der Außentür oder über den Briefkasten. Eine Kontaktaufnahme ist über die Rufanlage sichergestellt.

„Entscheidende Hinweise über die beschriebene Vorgehensweise befinden sich im Aushang vor der Eingangstür“, erläutert Krause weiter.

Auch für die ehrenamtlichen Betreuer, die der Verein begleitet, finden weitreichende Einschränkungen statt. Individuelle Beratung findet nur noch telefonisch statt, Schulungen und Betreuertreffen wurden bis auf Weiteres abgesagt – genauso wie die Mitgliederversammlung, die eigentlich für Ende April geplant war.

Auch die beliebten Informationstermine zur Gestaltung einer Vorsorgevollmacht oder einer Patientenverfügung finden bis auf Weiteres nicht mehr statt, so der Betreuungsverein. Allerdings macht Krause ganz deutlich, dass niemand mit seinen Sorgen allein gelassen wird.

Im Namen des Gesamtvorstandes dankt Vorsitzender Herbert Krause denn auch besonders den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Bewältigung der herausfordernden Aufgabe und bittet gleichzeitig die Nutzer um Verständnis. Krause: „Gemeinsam werden wir die Krise meistern.“

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