Auch persönliche Beratung soll sichergestellt werden
Frauenschutzwohnung wieder zugänglich

Gronau -

Die Gronauer Frauenschutzwohnung ist ab sofort wieder bereit, schutzsuchende Frauen und/oder Kinder aufzunehmen. Das hat der Vorstand des SkF kurzfristig beschlossen.

Donnerstag, 26.03.2020, 17:36 Uhr aktualisiert: 27.03.2020, 17:14 Uhr
Fachleute befürchten, dass bei anhaltendem Kontaktverbot in der Corona-Krise die häusliche Gewalt zunehmen könnte.
Fachleute befürchten, dass bei anhaltendem Kontaktverbot in der Corona-Krise die häusliche Gewalt zunehmen könnte. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

„Wir sind da!“ Das Ausrufezeichen ist deutlich hörbar, als Margret Keck-Brüning telefonisch verkündet: Die Gronauer Frauenschutzwohnung ist ab sofort wieder bereit, schutzsuchende Frauen und/oder Kinder aufzunehmen. Der Vorstand des SkF habe kurzfristig getagt und entschieden, die Schutzwohnung wieder zugänglich zu machen – selbstverständlich unter Beachtung aller derzeit geltenden Hygieneauflagen.

„Die Maßnahmen sind gegeben“, betont Margret Keck-Brüning vom SkF Ahaus-Vreden, der in Kooperation mit dem SkF Gronau ratsuchende Familien berät und betreut. „Die Ehrenamtlichen vom Bereitschaftsdienst sind bereit, und sie sind ausgestattet mit Desinfektionsmitteln und Handschuhen.“ Einzige Einschränkung: Nur je eine Frau mit ihren Kindern wird aktuell aufgenommen. „Die Wohnung ist nicht sehr groß“, so Elisabeth Katscherowski. „Da kann man sich nicht so gut aus dem Weg gehen“, erklärt die Vorsitzende des SkF Gronau mit Blick auf die Abstandsregeln, die die Corona-Virus-Epidemie mit sich bringt.

Die Polizei sei informiert, so Margret Keck-Brüning. Und: „Auch die persönliche Beratung wird auf jeden Fall weiter stattfinden.“ Zwar werde die häusliche Beratung zunächst telefonisch erfolgen, aber auch im Büro sei das mit Hilfe von Abstandsmarken durchaus machbar, so die Diplom-Sozialarbeiterin. „Wir haben einen großen Besprechungsraum.“

Wir sind da!

Margret Keck-Brüning

Das Thema „Häusliche Gewalt“ habe schon vor Ausbruch der Epidemie ganz oben auf der Liste der Themen gestanden, zumal in Gronau, betont sie. „Wir hatten ohnehin vor, das Thema in diesem Jahr zu intensivieren.“ Insofern sei es dem SkF auch ein dringendes Anliegen, die Angebote so weit als möglich aufrecht zu erhalten. Margret Keck-Brüning wiederholt: „Wir sind da!“

Erreichbar ist das SkF-Büro unter 02562 817340 (Gudrun Schemitzek) von Montag bis Donnerstag 9 bis 16 Uhr und Freitag 9 bis 13 Uhr sowie unter 02562 817355 (Margret Keck-Brüning) von Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr.

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