Die Feuerwehr warnt
Vorsicht beim Unkrautabflämmen

Gronau -

Unkraut jäten ist mühsam. Unkraut einfach abflämmen ist dagegen leichte Arbeit und noch dazu ökologisch unbedenklicher als „chemische Keulen“. Doch Obacht, warnt die Feuerwehr, beim Abflämmen entstehen leicht ungewollte Brände.

Donnerstag, 02.04.2020, 09:32 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 10:00 Uhr

Es gibt diverse Methoden, Unkraut den Garaus zu machen: Das Rupfen und Zupfen per Hand ist körperlich meist anstrengend, sodass viele zu „chemischen Keulen“ greifen. Seit vielen Jahren ist aber auch das Abflämmen – ein mitunter gefährliches Vorgehen – in Mode. Vor einigen Tagen bereits kam es – so die Ermittlungen der Polizei – dadurch zu einem Brand in Epe .

Die Feuerwehr weist deshalb gerade zu Beginn der Gartensaison erneut auf die Gefahren hin, die mit dem Abflämmen verbunden sind.

Immer wieder werden Brände beim Abflämmen von Unkraut entfacht. Abflämmgeräte , meist mit Propangas befeuert, sind bei Discountern und in Baumärkten weit verbreitet und preiswert erhältlich. Sie arbeiten mit Temperaturen im Bereich von über 1000 Grad Celsius. In Abhängigkeit von mehreren, schlecht vorhersagbaren Faktoren wie Windstärke, Windrichtung, Funkenflug und der Trockenheit des Bewuchses – gerade bei anhaltend warmer Witterung – könnten sich beim Abflämmen kleine, lokale Flammen rasch zu einer brennenden Fläche ausdehnen, warnt die Feuerwehr. Mit Kleinlöschgeräten wie Feuerlöschern seien solche Brände nur noch im Entstehungsstadium unter Kontrolle zu bringen, so die Wehr.

Die Feuerwehr rät deshalb, dass Nutzer beim Umgang mit Abflammgeräten unbedingt darauf achten sollen, dass eine Brandausbreitung auf ungewollte Bereiche nicht möglich ist. Sollte dies nicht sichergestellt werden können, solle unbedingt auf die Verwendung dieser Abflämmgeräte verzichtet werden.

Zudem müsse bedacht werden, dass die über 1000 Grad heiße Flamme kaum sichtbar ist. „Verbrennungen sind hier schnell geschehen“, heißt es in der Pressemitteilung. „Tragen Sie daher lange Kleidung und geschlossene Schuhe.“

Sollte es zu einem Brand kommen, müsse sofort die Feuerwehr unter der europaweiten Notrufnummer 112 alarmiert werden, so die Feuerwehr abschließend.

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