Zug soll am Montag abfahren
Kritik am geplanten Uran-Transport während der Corona-Krise

Gronau/Münster -

Gegen einen geplanten Urantransport regt sich auch behördlicherseits Widerstand.

Freitag, 03.04.2020, 19:02 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 19:12 Uhr

Nach Informationen regionaler Anti-Atomkraft-Initiativen plant das Unternehmen Urenco für Montag (6. April) einen einen weiteren Transport von abgereichertem Uran nach Russland. Die Atomkraftgegner rufen Urenco sowie die zuständigen Behörden auf, in Zeiten der Corona-Krise auf diese vermeidbare Belastung von Öffentlichkeit und Notfalldiensten zu verzichten.

Diese Ansicht vertritt auch die Stadt Münster. Mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage hat Münsters Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer „die Firma Urenco gestern gebeten, die geplanten Transporte auszusetzen. Das Bundesinnenministerium hat vor wenigen Tagen wegen Corona geplante Castortransporte abgesagt“, so Heuer am Freitag auf Anfrage der WN. Eine in Münster geplante Demonstration gegen den Transport wurde unter Hinweis auf das aktuell geltende Versammlungsverbot untersagt. Die Organisatoren wehren sich vor dem Verwaltungsgericht dagegen. Sie kritisieren, dass sie in ihren Demonstrationsrechten eingeschränkt werden, Urenco aber Transporte durchführen könne.

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