Unterstützung für Kleinbetriebe
Kreis: 5806 Anträge auf Soforthilfe

Kreis Borken -

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sollen durch die finanzielle Soforthilfe des Bundes abgemildert werden. Auch in den orten des Westmünsterlands gibt es eine hohe Nachfrage.

Sonntag, 05.04.2020, 19:24 Uhr aktualisiert: 05.04.2020, 19:30 Uhr
Die Soforthilfen des Bundes werden auch im Kreis Borken dringend benötigt.
Die Soforthilfen des Bundes werden auch im Kreis Borken dringend benötigt. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/d

Solo-Selbstständige, Freiberufler, Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind, konnten seit dem 27. März Anträge auf finanzielle Unterstützung vom Land und Bund stellen. Eine Woche nach dem Beginn der Antragstellung, die noch bis zum 31. Mai 2020 möglich ist, zieht die Bezirksregierung Münster eine Zwischenbilanz mit aktuellen Antragszahlen (Stand: 2. April). Insgesamt sind demnach in der ersten Antragswoche 42 562 Anträge für den Regierungsbezirk Münster eingegangen. Davon kamen 5806 aus dem Kreis Borken.

Da haben alle Beteiligten einen Riesenjob gemacht.

Landrat Dr. Kai Zwicker

Für den Kreis Borken zieht nun seinerseits Landrat Dr. Kai Zwicker eine erste Zwischenbilanz: „Für die Antragsteller ist quasi von einem Tag auf den anderen die Existenzgrundlage komplett oder weitgehend weggefallen.“ Betroffen seien vor allem Branchen, die durch behördliche Verfügung geschlossen werden mussten.“ Es lägen bereits zahlreiche Bewilligungen vor und Antragsteller würden berichten, dass das Fördergeld zügig auf die angegebenen Konten überwiesen werde, freut sich der Landrat. Für die geförderten Klein- und Kleinstunternehmen sei diese Hilfe existenziell notwendig.

Zwicker macht auch deutlich, dass sich hinter jedem Antrag Einzelschicksale verbergen, die durch die Corona-Maßnahmen besonders betroffen seien und häufig keinerlei Chancen auf Einnahmen hätten. „Ich hoffe sehr, dass dadurch die kleinteiligen Strukturen, die unsere Wirtschaft ja stark prägen, aufrecht erhalten werden können, damit es nach Neustart der Wirtschaft rasch wieder aufwärts gehen kann“, so der Landrat. Die schnelle Umsetzung des Förderprogramms im Münsterland findet nach seiner Einschätzung viel Lob und Anerkennung. „Da haben alle Beteiligten einen Riesenjob gemacht“, sagt Zwicker. Die Bezirksregierung als bewilligende Stelle hatte quasi durchgearbeitet und schon am vergangenen Wochenende zahlreiche Bewilligungen herausgegeben.

Kein Antragsteller wird allein gelassen.

WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider

Im Kreis Borken hat die gute Vernetzung der verschiedenen Stellen dafür gesorgt, dass die notwendigen Informationen zügig an die Unternehmen und Solo-Selbstständigen herangetragen wurden und jeder Antragsberechtigte damit von dem Programm profitieren kann. Die Kammern und Verbände der Wirtschaft, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG), die Wirtschaftsförderinnen und Wirtschaftsförderer der Kommunen, Steuerberater, privatwirtschaftliche Berater, die Kreditwirtschaft: Sie alle haben nach Kräften mitgeholfen, diese Aufgabe zu organisieren. „Und das vielfach unter erschwerten Bedingungen“, betont der Landrat. Schließlich seien auch bei diesen Stellen die organisatorischen Strukturen zum Schutz vor dem Virus vielfach grundlegend geändert worden. Dass die Umsetzung des Soforthilfeprogramms gut laufe, dieser Eindruck habe sich bereits in dem Videokonferenz-Treffen des von ihm am vergangenen Dienstag einberufenen „Krisenstabes Wirtschaft“ abgezeichnet.

WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider bestätigt die bislang sehr zielorientierte Umsetzung der Förderung: „Kein Antragsteller wird allein gelassen.“ Die Antragsfrist geht noch bis zum 31. Mai. Insofern erwartet Kleinschneider noch weitere Anträge von Unternehmen und Solo-Selbstständigen, bei denen die Auswirkungen der Krise erst in den nächsten Wochen so stark zum Tragen kommen, dass sie in den Kreis der Antragsberechtigten fallen.

807 Anträge aus Gronau

Von den 5806 Anträgen aus dem Kreis Borken entfallen auf Ahaus 580, Bocholt 1255, Borken 701, Gescher 248, Gronau 807, Heek 99, Heiden 130, Isselburg 185. Legden 88, Raesfeld 219, Reken 224, Rhede 304, Schöppingen 101, Stadtlohn 279, Südlohn 125, Velen 208 und Vreden 253.

Alle notwendigen Informationen zum Antragsverfahren finden sich im Internet unter folgendem Link: www.bezreg-muenster.de/de/foerderung/foerderung_corona/nrw-soforthilfe/index.html

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