GAL äußert Kritik an Urenco und Land
Mahnwache mit Masken

Gronau -

Vor der Urananreicherungsanlage protestieren am Montagmorgen Atomkraftgegner gegen einen Transport von abgereichertem Uranhexafluorid nach Russland.

Montag, 06.04.2020, 11:53 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 18:14 Uhr
Die Demonstranten gegen den Transport von abgereichertem Uranhexafluorid trugen in Gronau Mundschutz.
Die Demonstranten gegen den Transport von abgereichertem Uranhexafluorid trugen in Gronau Mundschutz. Foto: privat

Mit Protesten an verschiedenen Bahnanlagen im Münsterland haben Atomkraftgegner am Montag gegen Transporte von der Urananreicherungsanlage der Firma Urenco von Gronau nach Russland demonstriert. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich in Gronau neun Demonstranten an dem Protest, als der Zug das Gelände verließ.

Es wird unsere erste Demo mit verordneter Vermummungspflicht!

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

Wegen der Corona-Krise durften die Demonstrationen nur unter Auflagen stattfinden. So hielten sich die Aktivisten in Gronau an Abstandsmarkierungen auf dem Boden und trugen alle einen Mundschutz. „Wir schwören, kein Spaß: Es wird unsere erste Demo mit verordneter Vermummungspflicht!“, hatte das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen im Vorfeld dazu bei Twitter geschrieben. Der Export von von abgereichertem Uranhexafluorid von Gronau nach Russland wird von der parteiunabhängigen Grün Alternativen Liste Gronau scharf kritisiert. Konkret richtet sich die Kritik gegen den Urenco-Konzern, aber auch gegen die Atomaufsicht des Landes NRW in Düsseldorf. Das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, in dem auch die GAL mitwirkt, hatte in den letzten Tagen mehrfach den zuständigen Wirtschaftsminister Pinkwart aufgefordert, den Transport in Zeiten der Corona-Krise zu unterbinden.

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