Atomkraftgegner protestieren vor Urenco
Mahnwache unter Vorbehalt

Gronau -

Ursprünglich sollte der Ostermarsch am Karfreitag wieder zur Urananreicherungsanlage führen. Der wurde wegen Corona abgesagt. Nun soll ersatzweise eine weitere Mahnwache stattfinden – doch die Genehmigung steht unter einem Vorbehalt.

Donnerstag, 09.04.2020, 17:11 Uhr aktualisiert: 09.04.2020, 18:26 Uhr
Vor der Urananreicherungsanlage in Gronau findet immer wieder Protestaktionen statt.
Vor der Urananreicherungsanlage in Gronau findet immer wieder Protestaktionen statt. Foto: privat

Atomkraftgegner haben für Karfreitag eine weitere Mahnwache vor der Urananreicherungsanlage angekündigt. Die Stadt hat die Veranstaltung unter Auflagen genehmigt – und unter einem Vorbehalt: Das Innenministerium NRW arbeitet nämlich an einem Erlass, demzufolge Kommunen Demonstrationen während der Corona-Epidemie nicht genehmigen müssten. Dieser Erlass war aber – Stand Donnerstagnachmittag – noch nicht in Kraft getreten. „Sollte er bis zu Beginn der Mahnwache noch kommen, wird die Veranstaltung noch kurzfristig abgesagt“, kündigte Gabi Könemann, Referentin des Bürgermeisters, an. Die Mahnwache darf bis dahin von 14 bis 14.45 Uhr nur an einem Standort, nämlich an der Röntgenstraße, stattfinden. Die Teilnehmer müssen je zwei Meter Abstand voneinander einhalten.

Ursprünglich hatte der Ostermarsch in Gronau beginnen und zur Urananreicherungsanlage führen sollen. Doch der wurde wegen Corona abgesagt. Auch die Ersatz-Veranstaltung steht unter dem Motto „Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten“.

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