Fachausschuss tagt am Montag
„Schulträger stehen im Regen“

Gronau -

Die aktuelle Situation an den Schulen macht eine Vorverlegung der Schulausschusssitzung erforderlich.

Dienstag, 19.05.2020, 07:02 Uhr aktualisiert: 19.05.2020, 07:20 Uhr
Die Sophie-Scholl-Schule Epe ist dem Erdboden gleichgemacht. Der Neubau der Euregio-Gesamtschule soll als Inklusionsstandort eingerichtet werden. Das schlägt die Verwaltung vor.
Die Sophie-Scholl-Schule Epe ist dem Erdboden gleichgemacht. Der Neubau der Euregio-Gesamtschule soll als Inklusionsstandort eingerichtet werden. Das schlägt die Verwaltung vor. Foto: Martin Borck

Der Schulstart nach der Corona-Pause war aus Sicht der Gronauer UWG von Seiten des Landes schlecht organisiert. Schulträger und Lehrerschaft würden mal wieder im Regen stehen gelassen, so Fraktionschef Jörg von Borczyskowski. Daher hat die UWG beantragt, die nächste Sitzung des Schul- und Kulturausschusses vorzuziehen. Am nächsten Montag (25. Mai) kommt das Gremium zusammen.

Der UWG geht es darum, über die Hygienekonzepte zur Wiederaufnahme des Unterrichts, über Raum- und Organisationskonzepte und die IT-Konzepte für Schulen (insbesondere Hard- und Software, sowie Support) zu sprechen. Auch Pro Bürgerschaft/Piraten ist ungeduldig, gerade was die Digitalisierung in den Schulen betrifft. „Seit vielen Jahren wird in den politischen Gremien von der Notwendigkeit der Digitalisierung gesprochen. Jetzt stehen wir da und hätten die Chance, ja die Notwendigkeit, entscheidende Wege einzuschlagen. Wir müssen die Digitalisierung in unseren Schulen massiv nach vorne bringen. Dazu müssen wir jetzt aktiver werden und, auch politisch, die Prioritäten richtig setzen“, so Herbert Krause.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung der Ausschusssitzung ist ein Antrag der Schulpflegschaft der Euregio-Gesamtschule. Sie möchte, dass die Schulgebäude an der Gasstraße und am Gildehauser Damm mit Aufzügen ausgestattet werden. „Die Inklusion an der Euregio-Gesamtschule soll nicht an baulichen Barrieren scheitern“, lautet die Begründung. Die Verwaltung schlägt nun vor, alle Neubauten barrierefrei zu erstellen und den Neubau an der Gasstraße als Inklusionsstandort zu errichten. Bei Sanierungsarbeiten am Gildehauser Damm will die Verwaltung einzelfallbezogen, bedarfsorientiert und wirtschaftlich angemessen entscheiden. „Organisatorische und Assistenzlösungen sind hierbei baulichen Ansätzen vorzuziehen“, heißt es in der Vorlage, über die die Politiker am Montag beraten werden.

 

Die öffentliche Ausschusssitzung beginnt am Montag um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7414826?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Nachrichten-Ticker